Mooc (gesprochen: Muuhk), steht für Massive Open Online Course. Das sind meist kostenlose Online-Kurse für große Gruppen („Massive“), an denen Studierende jeden Alters aus der ganzen Welt teilnehmen.

Den größten Mooc, der 2011 stattfand, hat ein deutscher Professor in Stanford organisiert: An der Online-Vorlesung über „Künstliche Intelligenz“ nahmen 160.000 Studierende teil. Andere amerikanische Elite-Universitäten wie Harvard, MIT oder Yale haben sich ebenfalls dieser Bewegung angeschlossen. Das Themen-Spektrum reicht von „Creativity“ über Betriebswirtschaft bis hin zu technisch-naturwissenschaftlichen Fächern.

In Deutschland wird die Leuphana als erste deutsche Hochschule einen Mooc zur Idealen Stadt im 21. Jahrhundert anbieten.

Wer selbst einen Mooc veranstalten möchte, kann an einem Mooc-Maker-Kurs teilnehmen.

Aus unserer Sicht sind Moocs nicht nur interessant für Hochschulen: Für große Unternehmen können sie ein Tool zur Mitarbeiterrekrutierung und -bindung sein.

 

Mooc (gesprochen: Muhk) steht für Massive Open Online-Course. Die Debatte läuft derzeit vor allem in den USA, in Deutschland steckt das Thema noch in den Kinderschuhen:

1. edX– Plattform mit Kursen u.a. der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT)

2. Die Konkurrenz: Coursera mit weiteren amerikanischen (Spitzen-)Universitäten und der TU München

3. Und noch mehr kostenlose Online-Kurse: Mooc List

4. Der erste deutschsprachige Mooc: Think Tank „Die ideale Stadt“ der Leuphana Universität Lüneburg

5. Moocs für Universitäten – die strategische Sicht:  What Campus Leaders Need to Know About MOOCs

6. Deutschsprachiges Wiki zu Moocs: Mooc Wiki – Ergebnis des Mooc Maker Course 2013

7. Prof. Schulmeister (Uni Hamburg) als „Undercover Student“ in einem Mooc

8. Kritik an Moocs: The Mooc Revolution: A Sketchy Deal

9. Eine Verteidigung: The Great MOOC Slander? Realities and Narratives of Education and Learning

10.Und zum guten Schluss: Sind Moocs für Unternehmen interessant?

 

Die Vorlesung als 5-Minuten-Clip, die Hausarbeit eine halbe Seite lang und  4000 Kommilitonen  im Kurs. Für jemanden, der eine traditionelle deutsche Universität besucht hat, ist ein Mooc (Massive Open Online Course) eine ungewöhnliche Erfahrung.

Andererseits: Aufgaben lösen in einem  internationalen Team mit Mitgliedern aus Deutschland, USA, Ägypten, Pakistan und China. Im Kontakt mit Praktikern aus Schulen, Hochschulen, engagierten Non-Profit-Einrichtungen und Unternehmen aus der ganzen Welt.  Einblick in spannende Themen wie die Alphabetisierung in den ärmsten Gegenden Indiens oder die Management-Weiterbildung in einem internationalen Konzern. Ein guter Überblick über Learntools aus der ganzen Welt. Und der Professor Paul Kim meldet sich regelmäßig mit direkten Antworten und Kommentaren im Forum.

Stanford University Mooc

Der Mooc (gesprochen Muhk) „Designing a New Learning Environment“  der Stanford University war eine interessante Erfahrung, weil hier tatsächlich die Masse der Teilnehmer  wichtig ist. Nicht nur der Professor und andere Kollegen, die  auch in kurzen Videoclips ihre Erfahrungen präsentierten, sondern vor allem die Teilnehmer und ihre Erfahrungen machten den Kurs anregend.

Was mich überrascht hat, war eine Statistik zu den Teilnehmern: Der typische Teilnehmer war eine Sie im mittleren Alter und in Vollzeit berufstätig. Im einzelnen: 57% weibliche und 43% mannliche Teilnehmer . 46% waren zwischen  34 und 54 Jahren alt, 26% zwischen 26 und 34 Jahren, 14% unter 26 und 14% über 54 Jahre alt. Über die Hälfte der Teilnehmer arbeitet Vollzeit (53%)  16% selbständige, 8% working part-time, 12% (under)graduate student.

Zur Frage nach der Motivation antworteten die Teilnehmer:

75% want to learn about uses of technology in education,
66% want to design educational programs or applications,
51% because of university/faculty reputation,
48% want to try a MOOC.

Warum Moocs?

Warum Stanford diesen Kurs macht? Hier sind einige Antworten, die ich auf eine entsprechende Frage bekommen habe:

„This recent article gives a good look into Stanford’s interests and concerns with MOOCs. Still, even within different parts of the University (i.e. Business School, Med School, Engineering School, School of Ed, etc.), there are different feelings and motivations around online education and MOOCs.“

Professor  Paul Kim: „My personal motivation with this MOOC is to exchange insights and link with future collaborators around the world. 
I know I will find the best of the best talents at the very end of this MOOC process. 
I told Pamela Levine that those who complete this course successfully are our best potential partners and those teams that come up with the best designs are the ones we will end up working for.“

Weitere Links: Stanford for All Homework for Professors,  What happens next – interview with the Stanford president 

Gleichzeitig bietet der Kurs auch eine Datenvielfalt für neue Forschungen: Denn jede Aktivität auf der Lernplattform wird gespeichert und kann nachher mit Nutzerdaten korreliert werden.

Moocs in Deutschland

Der erste deutsche Mooc-Maker-Kurs startet noch in diesem Monat. Für mich ist die wichtigste Frage: Was ist der Vorteil von Massive (viele Teilnehmer), wo massive vor allem erstmal viel Arbeit bedeutet? Und was mich auch interessiert: Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen braucht ein Mooc?

Die Leuphana Universität Lüneburg startet in diesem Monat  einen Mooc zur Idealen Stadt des 21. Jahrhunderts.

Bin gespannt auf die deutschen Erfahrungen.

 

2 thoughts on “Was ist ein Mooc?

  1. Hannah sagt:

    Ich habe mir den Onlinekurs der Leuphana mal angeschaut. Klingt total interessant. Teilnehmer aus der ganzen Welt bauen dann in Teams ihre Stadt der Zukunft. Auf Facebook könnt ihr dazu noch mehr lesen: http://www.facebook.com/LeuphanaDigitalSchool

  2. John sagt:

    @Hannah: Der Kurs ist sehr interessant.
    @Interessenten: Man kann sich noch immer anmelden. Schaut euch doch mal eine der Vorlesungen auf dem Youtube Kanal der Digital School an http://www.youtube.com/LeuphanaDigital

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.