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In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden: Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu? Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Welche neuen Trends gibt es im E-Learning?
Die neuen Trends im E-Learning sind aus veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt und technischen Neuerungen entstanden.

Informelles Lernen
Viele Berufe sind wissensintensiv. Um Aufgaben zu erledigen und Projekte zu gestalten, muss unternehmensintern -oder extern Wissen gesammelt, verarbeitet und weiter vermittelt werden. Dadurch löst sich die klassische Trennung von Arbeit und Weiterbildung zunehmend auf, Lernen und Arbeiten verschmelzen.
Die Entwicklung des Internet zum Web 2.0 ist damit eng verwoben: Das Web 2.0 hat eine Vielzahl von Online-Tools wie Blogs, Wiki, Twitter, Facebook usw. hervorgebracht, die es jedem ermöglichen, leicht und kostengünstig im Internet zu veröffentlichen. So können zu jedem Thema neue Wissensquellen weltweit angezapft, aber auch kommentiert werden. Das Gelernte lässt sich in einem Blog oder Wiki unternehmensintern aufbereiten und weitervermitteln. Das Lernen vollzieht sich nicht mehr zwischen Lehrer und "Schüler", sondern ist Ergebnis einer Gruppenanstrengung. Deshalb wird dieser Trend auch informelles, soziales oder Community-Lernen genannt. Es löst die herkömmlichen Seminarangebote nicht ab, sondern ergänzt sie. Einen guten Überblick über aktuelle Trends bietet das Weiterbildungsblog, wie z.B. dieser Artikel zu 8 Gründen für informelles Lernen.

Rapid Learning
Ein didaktisch durchstruktiertes, multimedial aufbereitetes E-Learning-Angebot zu entwickeln kann aufwändig sein, weil Konzept sowie inhaltliche, technische und grafische Umsetzung abgestimmt sein müssen. Deshalb gehen viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen einen anderen Weg. Statt auf komplette Online-Pakete setzen sie auf einfacher zu produzierende Lerneinheiten wie Podcasts (Audio), vertonte Power-Point-Folien oder kurze Videos. Dieser Trend heisst Rapid Learning, weil die Produktion des Lernmaterials beschleunigt wird. Diese "kleineren"Lerneinheiten werden häufig in Formen informellen Lernens eingebunden. Gute Tipps zur Produktion finden sich im Rapid E-Learning-Blog.

Mobile Learning
Neue mobile Geräte wie Smartphones oder das iPad ergänzen im privaten und beruflichen Alltag den Schreibtischcomputer. Die gute Bildschirmqualität macht sie auch für das E-Learning interessant. Sie eignen sich für Lernformen wie z.B. Vokabellernen. Dazu gibt es etwa für das iPhone und andere Smartphone schon eine Vielzahl von "Apps" wie z.B.  die Sprachangebote von Mobilinga. Auch das Lernen mit selbst erstellten Karteikarten auf dem Handy ist beliebt. Bei Cobocards lassen sich eigene Karteikarten am Computer erstellen und dann auf das Smartphone übertragen. Zunehmend ergänzen Anbieter von Lernmanagement-Systemen ihre Software, um unternehmensspezifische Inhalte auf das Handy zu bringen, wie z.B. Outstart.

In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden: Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu? Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Wann sollte man E-Learning einsetzen?

E-Learning ist dann sinnvoll,
... wenn es zu teuer ist, alle Seminarteilnehmer an einen Ort zu holen,
... wenn die Lernenden ihre Zeit flexibel gestalten wollen,
... wenn man sehr viele Menschen zu einem speziellen Thema schulen möchte.
... wenn man der Aufwand für die Organisation von Präsenzseminaren zu hoch wird,
... wenn man eine Vor- oder Nachbereitung für Präsenzseminare anbieten möchte,
... wenn man internationale Seminare veranstaltet,
... wenn man Kunden an verschiedenen Orten kostengünstig schulen muss.
E-Learning erlaubt die flexible und ortsunabhängige Qualifizierung von Mitarbeitern und Kunden.

Mit welchem Aufwand muss man rechnen, wenn man E-Learning in seinem Unternehmen oder Organisation einsetzt?

Live-Seminar: Ein Live-Seminar/Webinar ist eine kostengünstige Variante des E-Learning. Man braucht eine Seminar-Plattform, die man auch für einzelne Veranstaltungen mieten kann. Dazu ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofon) und ggfs. eine Webcam. Die Grundausstattung kostet ca. 100-200 EUR, die Seminarplattform ist ab 25 EUR z.B. bei spreed zu haben. Als Basis für die Seminare lassen sich u.a. PowerPoint-Präsentationen nutzen, die durch interaktive Übungen ergänzt werden. In die Kalkulation sollte man unbedingt auch den administrativen Aufwand für die Teilnehmerverwaltung einrechnen. Mehr dazu hier und im Buch: Webinare für Einsteiger. Online-Seminare lebendig gestalten.

Virtuelles Klassenzimmer: Eine Lernplattform lohnt sich, sobald man häufiger Seminare veranstaltet. Lernmanagement-Systeme kann man kaufen oder über das Internet mieten (auch "SAS-Software as a Service" oder "ASP - Application Service Providing" genannt). Eine Reihe von Plattformen wie z.B. das bekannte Moodle ist "Open Source", d.h. die Systeme werden von Programmierern meist ehrenamtlich entwickelt und können kostenlos aus dem Netz gelandet werden. Dabei entfällt die Software-Lizenz. Dennoch fallen (Personal-)Kosten für Installation, Anpassung, Wartung, Backup etc. an. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Grafik, wie z.B. der Einbau des Logos oder die komplette Anpassung an eine Corporate Design. Zum Aufwand für die Erstellung von Seminarinhalten (Texte, Audio, Video, etc.) kommen die Kosten für die wiederkehrende Administration von Teilnehmern und Seminarleitern. Anbieter von Lernplattformen sind z.B.: Adobe, Bitmedia, IMC und Outstart.

Selbstlernen: Ein E-Learning-Seminar zum Selbststudium wird meist mit einem sogenannten Autorentool erstellt, das man ohne größere Programmierkenntnisse nutzen kann. Mit diesem Autorentool wird der Inhalt des Seminars nach didaktischen Gesichtspunkten aufbereitet. Hier kommen die Kosten einer Installation eines Autorentools zum Aufwand für die Inhaltsgestaltung hinzu. Natürlich ist auch eine Eigenentwicklung/Programmierung von Lerninhalten möglich, wie sie z.B. die Lernplattform für Kinder scoyo.de gewählt hat. Hier hängt der Aufwand von den Ansprüchen an die inhaltliche Aufbereitung (z.B. Figuren im Comic-Stil, Animation, Qualität der Audios) ab. Anbieter von Autorentools finden Sie u.a. hier.

In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden:  Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu?  Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Was versteht man genau unter E-Learning?

Unter E-Learning versteht man verschiedene Formen des Lehrens und Lernens, die alle das Internet oder neue Medien nutzen. Der größte Unterschied zwischen den verschiedenen E-Learning-Formen besteht darin, wie der Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden stattfindet. Dazu drei Beispiele:

Das Live-Seminar: Referent und Seminarteilnehmer treffen sich zu einem verabredeten Zeitpunkt im Internet. Auf der Online-Plattform sieht die Gruppe den Referenten über Video, während die anderen Teilnehmer über Audio zu hören sind.  Der Referent unterstützt seinen Vortrag mit einer Power-Point-Präsentation. Mit Übungen, Aufgaben und Fragen an die Teilnehmer entsteht ein Unterrichtsgespräch in der Gruppe. Diese Form wird auch E-Seminar, Online-Seminar oder Webinar genannt. Mehr...

Das virtuelle Klassenzimmer: Im virtuellen Klassenzimmer können Lehrer und Lernende zu verschiedenen Zeiten arbeiten. Der Referent/Lehrer hat den Stoff in verschiedenen Unterrichtseinheiten mit Übungen, Quiz, Aufgaben usw.  aufbereitet. Die Schüler bearbeiten das Material im eigenen Tempo und erhalten Feedback vom Referenten. Der Austausch mit dem Referenten und in der Gruppe erfolgt per E-Mail oder über ein Forum.

Das Selbstlernen: Bei dieser Form, häufig auch als klassisches E-Learning bezeichnet, tritt der Lehrer nicht persönlich in Erscheinung. Das Material wird so aufbereitet, dass sich der Lernende die Inhalte ohne weitere Unterstützung oder Kontakt zu einer Gruppe aneignen kann. Früher wurden die Inhalte häufig direkt auf dem Computer (Computer-based Training) oder einer CD gespeichert, heute sind sie in der Regel über das Internet abrufbar (Web-based Training).
Natürlich gibt es auch  Kombinationen aus den drei Formen. Häufig wird auch nur zwischen Virtuellem Klassenzimmer mit gleichzeitigem (synchronen) und asynchronem (zu verschiedenen Zeiten) Lernen sowie Selbststudium unterschieden.

Sind die Seminare dann im Netz öffentlich?
Jeder Veranstalter entscheidet selbst, wer an einem Seminar teilnimmt oder wer das virtuelle Klassenzimmer betreten darf. Die Seminarteilnehmer bleiben unter sich, die besprochenen Inhalte sind vor neugierigen Augen geschützt.  Natürlich ist es auch möglich, öffentliche Veranstaltungen abzuhalten.

Infoport zieht im Sommer von Hamburg nach Berlin. Dafür ist viel vorzubereiten.
Deshalb pausiert dieses Blog  über den Sommer. Dafür....

  • Dafür wird weiter getwittert. Nachrichten, Tipps und Links zum Thema E-Learning finden Sie  unter Twitter.com/CMusekamp.
  • Die Workshops und Veranstaltungen zum Thema Webinar, internetgestützte Lernformen und E-Learning gehen weiter. Die aktuellen Termine finden Sie hier.
  • Das Buch "Webinare für Einsteiger" ist jetzt auch über Amazon zu bestellen - die Lieferfrist beträgt gut eine Woche bis zehn Tage, deshalb steht bei Amazon: Das Buch ist nicht auf Lager.
  • Den aktuellen Infoport-Newsletter mit Hinweise zu aktuellen Themen wie mobile Learning finden Sie hier.

Im September lesen Sie an dieser Stelle mehr von Infoport aus Berlin

Herzliche Grüße

Claudia Musekamp

Ein Webinar erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Dazu gehören die Wahl einer guten technischen Webinar-Plattform sowie eines geeigneten Headsets, einer Kombination von Kopfhörer mit Mikrofon. Für die Ausstattung muss man mit Kosten von etwa 100 EUR rechnen.

Bei der Auswahl sollte man herausfinden, welche Kriterien für die eigene Veranstaltungsplanung wichtig sind. Viele Unternehmen bieten kostenlose Demo-Zugänge, mit denen man den Funktionsumfang des Produktes im Detail erkunden kann. Mitglieder des Online-Businessnetzwerks XING können derzeit zwei verschiedene Webkonferenz-Anbieter direkt auf der XING-Plattform testen. Die Anwendungen (Applikationen) spreed und Netviewer können direkt über die XING-Homepage aufgerufen werden.

Für den Einstieg in die Webinar-Moderation muss man mit Investitionskosten von 100 bis 200 EUR für Headset und Webcam rechnen, vorausgesetzt Rechner und eine entsprechende Internet-Verbindung liegen vor. Die „Veranstaltungskosten“ für das einzelne Webinar variieren nach Anbieter, Teilnehmerzahl und Dauer der Veranstaltung. Auf die Kosten schlägt sich auch nieder, wenn eine Telefonkonferenz zugeschaltet wird oder ein Videobild des Moderators/der Moderatorin oder sogar der Teilnehmer mitübertragen werden. Günstige Einstiegsgebote gibt es ab etwa 20 EUR für 10 Teilnehmer, z.B. bei Spreed.

Nutzung über Internet-Browser

Auf dem Markt gibt es viele Software-Unternehmen, die ihre Produkte mit Stichwörtern wie Webinar, Web-Konferenz, Web-Meeting, Virtueller Klassenraum oder ähnlichem anbieten. Der Zugriff auf das Webinar und alle Funktionen erfolgt direkt über den Internet-Browser sowohl für die Teilnehmer als auch die Moderation. Die meisten Webkonferenz-Anbieter sind auf die heute gängigen Betriebssysteme wie für PC, Mac oder Linux-Rechner ausgerichtet. In Einzelfällen sind jedoch manche Produkte nicht in vollem Umfang für jedes Betriebssystems nutzbar, was dann dazu führt, dass etwa die Teilnehmer mit Mac-Rechnern dem Webinar folgen, der Moderator aber nur mit einem Windows-PC präsentieren kann. Gerade wenn man als Moderator die genaue Computerausstattung der Gruppe noch nicht kennt, empfiehlt sich hier besondere Aufmerksamkeit. Denn erfahrungsgemäß muss man bei zufällig zusammengesetzten Gruppen damit rechnen, dass einer von zehn Teilnehmern einen Mac-Rechner nutzt.

Für die Nutzung über den Internet-Browser muss eine ausreichende und stabile Internet-Verbindung mit mind. 250 Kbit/s Upload- (zum Internet) und 512 Kbit/s Download- (vom Internet) Geschwindigkeit vorliegen. Einige Unternehmen bieten einen Verbindungstest über die Homepage, mit der man die Qualität der eigenen Verbindung prüfen kann. Dieser Service wird dann auch den Teilnehmern bereitgestellt, die den Test mit einem Mausklick aufrufen können.

Die Anbieter unterscheiden sich zunächst in einem wesentlichen Aspekt: Entweder ist die Webinar-Software direkt über den Browser nutzbar, oder es muss vorher eine Software auf dem eigenen Rechner installiert werden. Bei manchen Anbietern muss auch für jede Sitzung eine Software auf dem Rechner der Teilnehmer installiert werden. Dies geschieht zwar meist recht bequem mit ein, zwei Klicks, wird aber von vielen Computernutzern nicht gerne gesehen. In manchen Unternehmen, die auf die Sicherheit ihres Computernetzwerks Wert legen, ist die Installation von nichtauthorisierter Software nicht zulässig oder nicht möglich. Die Teilnehmer müssen dann erst den Systemadministrator konsultieren, um sich die Zustimmung zur Nutzung der Webkonferenz-Software zu holen. Auch kann eine sogenannte Firewall im Unternehmen verhindern, dass größere Datenmengen übertragen werden. Für den Teilnehmer wird dann das Webinar nach Übertragung eines bestimmten Datenvolumens abgebrochen, auch hier ist der Gang zum Systemadministrator notwendig.

Die Preisgestaltung

In der Preisgestaltung finden sich auf dem Markt verschiedene Modelle. Beim „Pay-per-use-Modell“ wird die einzelne Buchung eines Webinars abgerechnet, eine dauerhafte Vertragsbindung gibt es nicht. Meist wird der Preis aus einer Kombination von Seminarzeit und Teilnehmerzahl ermittelt. Als Service bieten diese Unternehmen häufig einen Rechner an, mit dem die voraussichtlichen Kosten ermittelt werden können. Andere Pay-Per-Use-Modelle setzen auf Festpreise, begrenzen dafür Teilnehmerzahl und Dauer des Seminars von vornherein. Günstige Angebote starten mit ca. 20 EUR für 10 Teilnehmer und 10 Stunden Seminardauer. Dieses Modell eignet sich für alle, die nicht regelmäßig Online-Seminare anbieten.

Das Abo-Modell setzt in der Regel eine festgelegte Vertragsdauer voraus und kostet eine Monats- oder Jahresgebühr. In diesem Modell sind die Kosten für eine Telefonkonferenz häufig noch separat zu entrichten. Die Kosten beim Abo-Modell beginnen bei etwa 10 EUR pro Monat und können leicht mehrere hundert EUR erreichen. Beim Software-Lizenz-Modell erwirbt man die Nutzungsrechte für die Konferenz-Software und zahlt für die Web-und Telefonkonferenzen jeweils eine separate Gebühr. Dieses Lizenz-Modell eignet sich vor allem für Unternehmen, in denen Online-Seminare häufig und jeweils von verschiedenen Personen veranstaltet werden. Bei der Auswahl sollte man sehr sorgfältig darauf achten, dass alle gewünschten Eigenschaften der Webinar-Plattform, wie zum Beispiel Video, für die Moderation auch tatsächlich mit angeboten werden.

Audio und Video

Die meisten Webinar- beziehungsweise Webkonferenz-Anbieter sehen für die Kommunikation mit den Teilnehmern eine Audio-Verbindung über „Voice over IP“, also letztlich das Telefonieren über das Internet vor. Für eine gute Kommunikation brauchen Moderatoren wie Teilnehmer ein Headset, was gerade für „Neulinge“ ungewohnt sein kann. Auch kann es je nach Qualität der Internet-Verbindung gelegentlich zu Tonstörungen kommen. Bei manchen Webinar-Plattformen wird deshalb allein oder ergänzend zum Internet-Telefonieren auch eine Telefonkonferenz über das herkömmliche Telefonnetz geschaltet. Manche Plattformen bieten darüber hinaus den Videokanal zur Kommunikation an: Während Videobilder zwar für eine „persönlichere“ Atmosphäre sorgen, ist die Datenübertragung störanfälliger und auch wesentlich teurer.

Benutzeroberfläche

Webkonferenzen und Webinare sind in den USA wegen der Größe des Landes sehr populär. Viele Webkonferenz-Anbieter sind dort mit Produkten für die englischsprachige Zielgruppe gestartet, die später für den europäischen Markt angepasst wurden. Obwohl heute viele Unternehmensmitarbeiter auch Englisch in ihrer Arbeit sprechen müssen, kann eine englischsprachige Benutzeroberfläche bei einem Webinar ein psychologisches Hindernis darstellen. Abhängig von der eigenen Zielgruppe sollte man prüfen, welche Sprachversion jeweils am besten passt. Dabei ist ein Blick auf Hilfetexte- und weitergehende technische Erläuterungen hilfreich, denn einige Anbieter haben zwar ihre Benutzeroberflächen an den deutschen Markt angepasst, aber viele Texte nach wie vor in der Originalsprache belassen.

Sitzungsplaner

Um ein Meeting zu planen, bieten Webinar-Plattformen Eingabeformulare, in die Zeitpunkt, Thema und weitere Infos eingetragen werden. Über diese Formulare erfolgt auch die E-Mail-Einladung der Teilnehmer. Hier sollte man darauf achten, dass die Eingabe des Sitzungsplaners übersichtlich gestaltet ist. Arbeitssparend ist auch, wenn wiederkehrende Meetings oder Seminarreihen nicht jeweils einzeln aufgerufen werden müssen, sondern mit ein paar Klicks angelegt werden können. Gleiches gilt für die Teilnehmerverwaltung, die idealerweise mit dem eigenen Computer-Adressbuch verknüpfbar ist, so dass man nicht jeweils die Namen- und E-Mail-Adressen neu eintippen muss.

Zeichen- und Markierungswerkzeuge

Zur Präsentation und Interaktion stehen auf den Plattformen verschiedene Markierungs- und Zeichenwerkzeuge zur Verfügung. Die Benutzeroberfläche für Moderator und Teilnehmer unterscheidet sich häufig darin, dass die Moderation mehr Rechte hat. Sie darf Texte oder Zeichen löschen, während dies den Teilnehmern verwehrt ist.

Headset und Webcam

Für die Moderation sollte ein gutes Headset eingesetzt werden. Bei diesem Zubehör sollte man auf Qualität achten: Sonst wird beispielsweise der Ton sehr dumpf übertragen. Headsets in guter Qualität sind zum Beispiel von Logitech, Sennheiser oder anderen Anbietern zu einem Preis ab etwa 30 EUR erhältlich.

Für die Übertragung von Videobildern braucht man eine Kamera, die Webcam. In neueren Rechnern ist häufig eine Webcam bereits eingebaut. Hier sollte man im Praxistest überprüfen, ob das Videobild den eigenen Anforderungen genügt. Qualitätsverbesserungen lassen sich häufig schon durch gute Ausleuchtung, einen ruhigen Hintergrund und entsprechende Position des Moderators erreichen. Für eine externe Webcam muss man mit Kosten von mindestens 30-40 EUR rechnen. Einige Webinar-Plattformanbieter sprechen Empfehlungen für entsprechendes Zubehör aus.

Dieser Text ist eine Leseprobe aus dem gerade erschienenen Buch:

Musekamp, Claudia / Daniel Staemmler
Webinare für Einsteiger. Online-Seminare lebendig gestalten
1. Auflage 2010
Infoport, Hamburg 2010
ISBN 978-3-000-29664-2

Jetzt: Hier bestellen!

Die Vorbereitung eines Webinars erfordert die gleichen Schritte wie ein Präsenzseminar. Es empfiehlt sich jeden Schritt detailliert vorzubereiten und schriftlich festzuhalten. Denn im Präsenzseminar kann man leichter etwas "aus dem Hut zaubern" als beim Online-Seminar, in dem die Materialien vorbereitet sein sollten. So planen Sie das Webinar:

  • Den Seminarfokus bestimmen: Informieren Sie sich über Vorkenntnisse, Bedürfnisse und technische Ausstattung der Teilnehmer. Wählen Sie geeignete Inhalte für das Webinar aus.  Planen Sie Austausch und Diskussion in der Gruppe mit ein. Das Webinar sollte nicht länger als 60-90 Minuten dauern.
  • Lernziele formulieren: Setzen Sie sich realistische Ziele. Denken Sie an die SMART-Formel: Die Ziele sollten spezifisch, messbar, angemessen und realistisch und außerdem noch terminiert sein.
  • Ein Trainerskript erstellen: Das Trainer-Skript ähnelt einem Drehbuch: Es umfasst detailliert alle Medien und Tools sowie den geplanten Sprechtext. Auch "Regieanweisungen" wie "Umfragetool aufrufen" oder "Teilnehmer-Audio auf laut schalten" sollten darin enthalten sein.
  • Inhalte visualisieren: Eine gute Präsentation ist der Ankerpunkt eines Webinars.  Arbeitet man mit PowerPoint-Folien oder ähnlichen Präsentationsprogrammen, sollte man pro Minute Vortrag eine Folie einplanen.
  • Die eigentliche Seminarvorbereitung: Testen Sie das Webinar auf der Plattform ausführlich. Denken Sie daran, alle Dokumente vorher hochzuladen, das Audio zu kontrollieren und das eigenen Videobild sorgfältig einzurichten. Am Seminartag sollten Sie 30 Minuten vor Seminarbeginn alles noch einmal prüfen.

Im April 2010 erscheint das Buch "Webinare für Einsteiger. Online-Seminare lebendig gestalten" von Claudia Musekamp und Dr. Daniel Staemmler.

Workshops und Seminare zum Thema Webinar hier.

Exploring the web

Webinare, Live-Seminare über das Internet, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Denn Unternehmen wollen ihre Weiterbildungskosten senken und fordern neue flexible Formate. In diesem schwierigen Marktumfeld müssen Trainer neue Wege finden, um ihre Person und ihre besonderen Seminarangebote zu präsentieren.

„Webinare sind für Unternehmen ideal. Wenn man einen Teil eines Präsenzseminars durch eine Online-Veranstaltung ersetzt, ergibt sich ein großes Einsparungspotential, vor allem bei den Kosten für Reise und Übernachtung,“ sagt Kommunikations-Trainerin Vera Petersen. „Gleichzeitig wird dem Bedürfnis der Teilnehmer nach Kontakt und Austausch in der Gruppe mit Webinaren entsprochen. “ Sie hat beobachtet, dass bisher nur wenige Trainer in der Lage sind, Unternehmen ein entsprechendes Angebot zu machen: „Wenn Präsenz- und Online-Veranstaltung nicht aus einer Hand angeboten werden, ist die Nachhaltigkeit der Lernerfahrung gefährdet.“

Das Einsparungspotential durch Webinare ist groß. So können beispielsweise bei einer anderhalbtägigen Vertriebsschulung mit 10 Teilnehmern durch Einsatz von Webinaren die Veranstaltungskosten um 26% gesenkt werden.

Angelika Eder, Expertin für Trainer-Marketing, sieht den Vorteil von Webinaren vor allem im flexiblen Marketing für Trainer: „Um sich heute als Trainer am Markt zu positionieren, reichen eine Homepage und ein Flyer nicht mehr aus. Potenzielle Kunden wollen sich ein Bild von der Persönlichkeit eines Trainers machen. Mit eigenen Webinaren können Trainer kostengünstig die richtigen Ansprechpartner und Entscheider für sich gewinnen.“

Das Seminar

Im Seminar “Webinare für Einsteiger” lernen Trainer, Dozenten und Referenten, ihre Präsenzseminare und Marketingaktivitäten durch Online-Elemente sinnvoll zu ergänzen.Für interne Firmentrainer, die bereits eine Online-Plattform zur Verfügung haben und damit arbeiten, bieten Webinare eine gute Möglichkeit, bestehende Lernmodule auf ihre Nachhaltigkeit zu prüfen.

Seminarziele

Die Seminarteilnehmer

  • wissen, wie eine Webinar-Plattform funktioniert
  • lernen Methoden für Interaktion und Kooperation im Webinar kennen
  • kennen die didaktischen Unterschiede zwischen Präsenz- und Webseminaren
  • sind sich bewusst, welche Inhalte für Webinare geeignet sind
  • wissen, wie ein Webseminar aufgebaut sein muss, um Teilnehmer zu aktiven Partnern zu machen
  • kennen die Richtlinien für anschauliche Visualisierung im Webinar
  • erproben die Wirkung ihrer eigenen Stimme und ihres eigenen Bildes als Audio/Video in der Online-Umgebung
  • stellen ihr Wissen in der Ausarbeitung eines eigenen Webinars unter Beweis
  • erproben ihr Webkonzept und erhalten ein individuelles Feedback auf die Anschaulichkeit und Lernwirksamkeit.

Seminarablauf

Das Seminar kombiniert einen Präsenztag mit Online-Bausteinen (1/2 Tag). Die Inhalte im einzelnen:

Teil 1: Webinar (ca. 2 Stunden)

  • Kriterien für die Auswahl geeigneter Inhalte für Webinare
  • Regeln für die Gestaltung von PowerPoint Folien
  • Der Einsatz des Whiteboards auf der Webinar-Plattform
  • Methoden für Interaktion und Kooperation
  • Möglichkeiten der Wissensmittlung und Wissensüberprüfung
  • Arbeit mit dem Trainerleitfaden

Teil 2: Präsenzveranstaltung (1 Tag)

  • Der didaktische Unterschied zwischen Web- und Präsenzseminaren
  • Sinnvoller Aufbau – Struktur eines Webinars
  • Richtlinien zur Gestaltung von PowerPoint-Folien
  • Einsatz von Stimme und Bildtechnik
  • Die Arbeit mit der Webinar-Plattform
  • Ein eigenes Webinar vorbereiten

Teil 3: Webinar (ca. 2 Stunden)

Die Teilnehmer erproben ihr eigenes Webinarkonzept in einer 30minütigen Online-Sequenz. Anschliessend gibt es vom Trainer und von mindestens einem weiteren Seminarteilnehmer ein Feedback in Bezug auf die Aufbereitung und Durchführung eines Webinars.

Referenten

Vera Petersen (Kommunikation vom Feinsten), Trainerin und Didaktik-Expertin
Claudia Musekamp (Infoport), E-Learning-Spezialistin

Termin

Präsenztermin: 26.3.2010 in Hamburg; sowie 2 weitere Termine für Teil 1 und 3 nach Abstimmung

Teilnehmer: max. 10 Personen

Preis

Standardpreis: € 1.050,40 + € 199,60 = € 1.250,- inkl. MwSt
Starterpreis NUR für diesen Termin: 25 % off! € 937,10 inkl. MwSt (€ 787,5 zzgl. MwSt)

Voraussetzungen

  • ein Computer mit Internetanschluss
  • möglichst ein Headset>
  • ggfs. eine (im Computer eingebaute) Webcam
  • Grundkenntnisse in der Computernutzung

In den Kosten enthalten sind

  • die Nutzung der Webinar-Plattform für die Übungseinheit
  • das Buch “Webinare für Einsteiger – Online-Seminare lebendig gestalten” (erscheint 1. Quartal 2010)
  • Seminarmaterialien mit Checklisten und Vorlagen (z.B. für Trainerleitfaden)

Mehr Infos und Anmeldung:

Monatlich findet ein kostenloser Kurzworkshop "So funktioniert ein Webinar" statt. Die nächsten Termine sind Mittwoch, der 20. Januar, 17. Februar und 10. März jeweils von 10.00 bis 10.45 Uhr. Mehr zum Kurzworkshop hier.

Infoport GbR
Claudia Musekamp
Am Weiher 23
20255 Hamburg
Tel. 040-401 700 45
E-Mail: info(at)infoport.de oder hier

iStock_000003030968XSmallDie bei der Online-Konferenz Learntrends 2009 gehaltenen Vorträge stehen jetzt als Mitschnitte bereit. Im Mittelpunkt stand die Zukunft der betrieblichen Weiterbildung.

Hier die wichtigsten Thesen:

  • Die strikte Trennung zwischen Lernen und Arbeiten wird immer mehr aufgehoben. Lernen und Arbeiten  bilden in Zukunft eine Einheit. Der "Arbeiter" des 21. Jahrhunderts ist ein "Konzeptarbeiter".
  • Klassisches E-Learning, das die traditionellen Lehrer-Schüler-Rollen eines Klassenzimmers auf die Online-Welt überträgt, verliert an Bedeutung.
  • Der Schwerpunkt verschiebt sich von Lernen (Stichwörter:  Formell, Wissen, Content, Themen) zu Arbeiten/Tun (Stichwörter: Informell, Kontext, Aufgaben, Leistung ("Performance)).
  • An Bedeutung gewinnen Lernformen wie "Social Learning", das den Austausch von Erfahrungen mit anderen begünstigt. Lernen  am Arbeitsplatz zur direkten Unterstützung der Arbeitsleistung.Lernarrangements, in denen alltägliche Entscheidungen und Prozesse durchgespielt werden können ("LiveLabs").
  • Ebenfalls wichtiger: Mobiles Lernen durch Smartphones (Das "Schweizer Taschenmesser" der Wissensgesellschaft), die heute die Funktionen von Computer, Audio- und Videorecorder, Scanner, Kamera, E-Book-Reader, Internetzugang vereinen.

Interessante Seite zu mobilem Lernen an Praxisbeispielen: MLearnopedia.

Claudia Musekamp bei Twitter:

  • #learntrends Interessantes Konzept ROE= Return on Expectations http://bit.ly/4g9Pke 12 minutes ago from web
  • #learntrends 2009 : Das Goldene Zeitalter des Trainings ist vorbei: In Zukunft Arbeit = Lernen bit.ly/3UI3o7 1:19 PM Nov 17th from web
  • Gleich startet die Learntrends 2009, Thema u.a. das "Immernet" - die Zukunft des Netzes http://bit.ly/3UI3o7 12:09 PM Nov 17th from web
  • Was Moodle alles nicht ist ...http://bit.ly/1qRmqU #moodle 2:33 PM Nov 14th from web
  • Webkonferenzen auf XING http://bit.ly/f77XP 1:39 PM Nov 14th from web
  • Konferenz Campus Innovation ab 26. November: E-Learning und E-University http://www.campusinnovation... 12:29 PM Nov 13th from web
  • RT @lress Online-Konferenz: LearnTrends 2009 ab 17. November: http://bit.ly/r8KE3 #learntrends 12:27 PM Nov 13th from web
  • "E-Learning für Digital Natives" http://bit.ly/1H8qfm 8:21 AM Nov 13th from web
  • Auch in Hannover: Convention Camp http://bit.ly/36TEhB zur Zukunft des Internet 11:14 AM Nov 11th from web
  • RT @lernet Veranstaltung: E-Learning Praxis im Blickpunkt http://bt.io/AHSc 11:05 AM Nov 11th from web
  • "Webinar für Einsteiger. Online-Seminare lebendig gestalten" am 24.11.2009. Mehr Infos: http://www.infoport.de 10:09 AM Oct 30th from web
  • RT@GuyKawasaki Was Buchverlage von Online Gaming für's Geschäft lernen können http://om.ly/PGYH 4:37 PM Oct 20th from Tweetie
  • RT@JonnyvonPaukr RT Umfrage zur "Pädagogik" http://tinyurl.com/ylo5dz6 4:30 PM Oct 20th from Tweetie
  • RT@CDernbach Magic Maus und andere #Apple-Neuheiten http://tr.im/CrfB 4:27 PM Oct 20th from Tweetie
  • RT@GuyKawasaki So veröffentlicht man das Buch 2.0 http://om.ly/PHgE 4:22 PM Oct 20th from Tweetie
  • RT@elearningPosts Podcast University 11:51 AM Oct 20th from web
  • @scoyo Scoyo hat die GigaMaus gewonnen. 3:19 PM Oct 14th from Tweetie in reply to scoyo
  • Schon angemeldet zu den Berlin Change Days? http://www.berlinchangedays... 3:16 PM Oct 12th from web
  • RT@GuyKawasaki 10 ziemlich abgedrehte iphone Apps wie eine Wählscheibe für das Telefon http://om.ly/LHKx 5:11 PM Oct 11th from Tweetie
  • RT@gaurisalokhe @econsultancy Social Media: f' ing time wasters? Gute PowerPoints http://bit.ly/Td3rd

Happy young businesswoman with headset isolated over white backg

Den Kunden von XING bietet die Firma Spreed jetzt eine Möglichkeit, Webkonferenzen auszuprobieren. Das Angebot zielt auf Geschäftsleute, die ihren Kunden z.B. ein Produkt vorstellen möchten.

XING bietet mittlerweile eine Reihe von Software-Produkten (Applikationen) an, die direkt über die eigene Xing-Website gestartet werden können. Das sind u.a.

  • Huddle Workspace  und Zcope zum Projektmanagement (Aufgaben- und Dokumentenverwaltung, Kommunikation)
  • MindMeister Mind Mapping - zum Erstellen von "Gedanken-Landkarten"
  • Travelload - zum Austausch von Reiseplänen mit anderen.
  • Zuerst muss man eine Applikation wie Spreed Meetings  über die Startseite auswählen.  Die Web-Konferenz kann dann jederzeit vom eigenen XING-Profil aus gestartet werden. Der Kunde oder Gesprächspartner muss sich ebenfalls auf Ihrem Profil  einfinden, um daran teilzunehmen.

    Idealerweise hat man bereits eine Präsentation des eigenen Unternehmens vorbereitet oder lädt sie für den Kunden hoch.

    Die Präsentation kann man während des Meetings schriftlich kommentieren, also z.B. den Nutzen des Produkts betonen. Daneben steht auch ein Whiteboard zur Verfügung, auf dem frei gezeichnet und geschrieben werden kann.

    Zum Austausch mit dem Gesprächspartner können der Chat oder das Audio (Voice over IP) genutzt werden. Für eine strukturierte Ideensammlung oder eine weitere Projektplanung steht die Mindmap zur Verfügung.

    Der elektronische Meetingraum ist permanent verfügbar.

    Netviewer Webkonferenzen bietet auf XING einen ähnlichen Dienst wie Spreed, ist aber leider nur mit Windows nutzbar.