Scoyo, das neue Lernangebot aus dem Hause Bertelsmann, geht jetzt an die breite Öffentlichkeit. In den letzten Monaten habe ich vor allem an der Entwicklung des Matheangebots für die Klassen 5-7 auf der Lernplattform mitgewirkt. Neben Mathe gibt es viel Spannendes in den Naturwissenschaften und einige Kostproben aus dem Fach Deutsch. Das Angebot ist in der Probier- und Entwicklungsphase kostenlos.
Und wer nicht nur die Online-Welt kennenlernen möchte, kann beim Gewinnspiel auch einen von drei Nintendos gewinnen.
Viel Spass beim Testen!
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Früher gab es ein FAZ-Magazin mit einem Fragebogen, in dem mehr oder weniger berühmte Persönlichkeiten Antworten gaben auf Fragen wie "Was ist für Sie das größte Unglück?" oder "Wo möchten Sie leben?". Die Blogger-Szene im Web 2.0 hat diese Idee aufgegriffen und nennt Fragebögen dieser Art "Stöckchen". Auch scoyo steht da nicht zurück mit "2x5 Fragen zur Bildung". Das Stöckchen fange ich gerne auf:
Was war deine schlechteste Zeugnisnote?
Einmal eine Fünf in Geräteturnen. Die wurde dann mit der Eins in Schwimmen zusammengerechnet, so dass das Resultat noch ganz passabel war.
Welche Kompetenzen sollte Schule unbedingt vermitteln?
Medienkompetenz.
Welche Diskussion rund um das Thema Bildung fandest du in letzter Zeit spannend?
Der Blick über die Ländergrenzen, den die Pisa-Studie angestossen hat. Und dadurch angefeuert auch die Reform der Grundschule in Hamburg, die jetzt von vierjährig auf sechsjährig umgestellt werden soll. Den Erfahrungsbericht aus erster Hand dazu werde ich 2010 abliefern. Dann sind meine Töchter voraussichtlich im ersten Jahrgang, der nach der 4. Klasse nicht auf weiterführende Schulen verteilt wird, sondern weiter zusammenbleibt.
Wissen bedeutet:
... immer einen Vorsprung. Welches Wissen aber in Zukunft wichtig wird und welches Wissen die Kinder lernen soll, kann keiner vorhersehen. Als ich 1989 in den USA studiert habe, gab es zwar schon dort für jeden Studenten eine E-Mail-Adresse und einen Internet-Zugang. Zuhause in Deutschland war das Netz aber noch weitgehend unbekannt. Heute ist das Internet nicht nur die Grundlage für meinen Beruf, sondern Jobmotor für Millionen.
Was hat dich früher motiviert, jeden Tag in die Schule zu gehen?
In den ersten Jahren Freunde und eine für mich faszinierende Lehrerin, die frische, neue Gedanken in die westfälische Kleinstadt brachte. Später auch die Ferienjobs in der Kunststoffabrik am Ort. Die Erinnerung an die quälend langen Stunden in der heissen, stickigen Halle mit dem Fliessband machte auch manch langweilige Schulstunde erträglich.
Was macht für dich einen guten Lehrer aus?
Die Einstellung, dass jedes Kind seine Stärken hat.
Was macht für dich einen schlechten Lehrer aus?
Fehlendes Engagement und Lieblosigkeit.
Was ist deine liebste Figur aus Comic-, Trick-, Serien-, Literatur- oder Märchenwelt und warum?
Mary Poppins, war eines meiner Lieblingsbilderbücher. Mary Poppins sieht zwar streng aus, versteht es aber immer wieder, die Kinder zu verzaubern.
Wenn du Kultusminister wärst – was würdest du sofort ändern?
Als Kultusministerin würde ich noch mehr Ganztagsschulen einrichten. Um berufstätige Mütter vom Organisieren der Nachmittage zu entlasten und die Schule mehr zum Lebensmittelpunkt der Kinder zu machen.
Was ist dein Schlusswort zu diesem Bildungsstöckchen?
Ist nicht von mir: "Ich hatte (auch) schlechte Lehrer. Das war eine gute Schule...."
Das Stöckchen reiche ich gerne nach England an Christiane Link weiter.
scoyo, mein derzeitiger Arbeitgeber, hat nun eine eigene Website. Dort gibt es einen ersten Einblick in die neuartige Lernplattform. Für die Testphase werden Schüler und Schülerinnen, vor allem der Klassen 1-7, gesucht. Anmeldung für "Beta-Tester" hier.
Seit März bin ich bei scoyo, einem Bertelsmann-Startup im Bereich Bildung, engagiert.
Scoyo will "Kindern die tägliche Portion Bildung, die gleichzeitig Spaß macht", bieten. Einen ersten Eindruck von der Arbeit bietet das neue Corporate Blog, das heute gestartet ist. Und was meinen Einsatz dort angeht: ich kümmere mich um Mathe für die Klassen 5-7. Wie Mathe auf neue Weise vermittelt wird, hat die Kollegin Sarah Pust in ihrem Blog-Eintrag "Was machen die da eigentlich bei Scoyo" schön beschrieben.
