E-Learning entwickeln

E-Learning entwickeln

Das ADDIE-Modell  ist wahrscheinlich der bekannteste Ansatz zur E-Learning Entwicklung wie z.B. Webbased Training, Online-Kurse oder Erklärvideos. ADDIE steht für (im englischen Original) Analysieren, Entwerfen, Entwickeln, Implementieren und Bewerten. Bei der Entwicklung eines webbasierten Trainings sind diese Schritte z.B. Zielgruppenanalyse, Konzept, Ausarbeitung eines sogenannten Drehbuchs, Multimedia-Entwicklung, Einstellen auf einer Lernplattform und Evaluation.

Eine beliebte Alternative zu ADDIE ist SAM. SAM steht für Successive Approximation Model, also Modell der schrittweisen Annäherung steht.

SAM besteht aus kleinen Schritten und steten Wiederholungen, um so zum fertigen Produkt zu gelangen. Es soll einige der häufigsten Probleme bei der Entwicklung von Lernmedien (und vielen Projekten überhaupt) lösen, wie wie z.B. die Einhaltung von Zeitplänen, die Einhaltung des Budgets und die Zusammenarbeit mit den Fachexperten. Was ist also SAM? Und wie unterscheidet es sich von ADDIE? Ist das eine besser als das andere für E-Learning Entwicklung?

Die Grenzen von ADDIE

ADDIE bietet allen, die Online-Trainings entwickeln möchten,  eine klare Anleitung für die Erstellung. ADDIE ist ein systematischer Ansatz – ähnlich wie eine Produktionslinie. Jeder  Schritt hängt vom erfolgreichen Abschluss des vorherigen Schrittes ab. Dieser Ansatz mit aufeinander folgenden Schritten, also vom Konzept über das Drehbuch hin zum fertigen Online-Training, führt häufig zu folgenden Problemen:

Verlängerte Entwicklungszyklen: Ist Ihr E-Learning-Projekt in der Entwicklungsphase schon einmal zum Stillstand gekommen? Es ist nicht ungewöhnlich, dass in der Phase der Projektentwicklung neue Schulungs- oder Technologieanforderungen entstehen.

Schwierige Kommunikation mit den Fachexperten und anderen Beteiligten:  Unabhängig davon, wie gründlich wir unsere Entwürfe gestalten oder erklären, wie sie funktionieren werden, versuchen Fachexperten und andere sich vorzustellen, wie das Endprodukt (z.B. ein E-Learning-Kurs) aussehen wird und wie es sich verhalten wird. Sie bekommen erst dann einen vollständigen Überblick über diese Dinge, wenn sie eine voll funktionsfähige Version sehen, die normalerweise näher am Ende des Entwicklungsprozesses liegt, wenn Ihnen Zeit und Geld ausgehen.

Keine Zeit zum Testen: Wenn Projekten die Zeit oder das Geld ausgeht, wie sieht dann die Phase des Prozesses aus, an der wir eher sparen? Meist ist es das Testen. Diesen Schritt kurz zu halten kann uns etwas Zeit sparen, aber mit riskanten Nachteilen, wie z.B. einem Trainingsprodukt, das nicht funktioniert – oder effektiv arbeitet – um eine kritische Leistungslücke zu schließen.

Schneller zum Produkt mit SAM
Im Gegensatz zu den fünf großen Schritten von ADDIE (vom Konzept zum fertigen Training) ist das Successive Approximation Model (SAM) ein zyklischer Prozess für die E-Learning Entwicklung.

SAM besteht aus drei Schritten und zwar Analyse, Konzept und Entwicklung. Ein E-Learning-Kurs mit SAM bauen, heisst z.B. zunächst erstmal ein Kapitel zu bauen als Protoypen zu bauen. Dann wird dieser Protopyp getestet, verfeinert und das Feedback für die Überarbeitung genutzt. Anschließend wird das nächste Kapitel entwickelt. Damit wird sicher gestellt, dass eine Lernmedien schneller und näher an der Zielgruppe entsteht.
Die SAM-Methode kann die Diskussion mit den Fachexperten sehr erleichtern, denn diese können sich das Endprodukt viel besser vorstellen als das z.B. bei einem E-Learning-Drehbuch der Fall ist.

Kommt Ihnen der SAM-Ansatz bekannt vor? Eine ähnlicher Prozess wird mittlerweile häufig in der Softwareentwicklung (Stichwörter hier sind: Agile Entwicklung oder SCRUM) eingesetzt. Statt ein Softwareprogramm jahrelang zu planen und zu programmieren, geht man schrittweise vor, testet und holt Feedback vom Kunden ein. Funktioniert auch in der E-Learning Entwicklung.

Wenn Sie selbst Online-Trainings und andere E-Learning-Angebote entwickeln möchten, hilft Ihnen der Workshop E-Learning motivierend und interaktiv gestalten bei den ersten Schritten. 

Sie möchten sich einige Beispiele für Online-Trainings anschauen – hier finden Sie drei Beispiele

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