horizonDer Horizon Report stellt die neuesten Technologie-Trends für den Bildungsbereich vor. In diesem Jahr erscheint der in den USA erscheinende Report zum ersten Mal in deutscher Sprache. Möglich wurde dies durch eine Kooperation zwischen dem Hamburger Multimedia Kontor und den US-Instituten New Media Consortium und Educause.

Zu den sechs heißesten Trends steht dort:

  • „Mobile Endgeräte: Mobile Endgeräte werden schon jetzt an vielen Hochschulen als Bestandteil des Netzwerks betrachtet und entwickeln sich weiterhin sehr schnell. Das letzte Jahr brachte neue Schnittstellen, die Fähigkeit, Anwendungen von Drittanbietern auszuführen sowie Standorterkennung, wodurch Mobiltelefone zu immer vielseitigeren Instrumenten wurden, die sich leicht an diverse Aufgaben in Lehre, Lernen, Produktivität und sozialem Networking anpassen lassen. Für viele Nutzer haben Breitband-Mobilgeräte wie das iPhone bereits zahlreiche Aufgaben übernommen, die einst tragbaren Computern vorbehalten waren.
  • Cloud Computing: Groß angelegte „Datenfarmen” – große Cluster miteinander verbundener Server – machen riesige Quantitäten von Rechenleistung und Speicherkapazität leicht verfügbar. Kostengünstige, einfache Lösungen für externe Speicherleistung, Skalierbarkeit von MultiUser Anwendungen, Hosting und Multiprozessor-Computing ebnen den Weg zu einem völlig neuen Verständnis von Computern, Software und Dateien.
  • Georeferenzierung: Geokodierte Daten haben viele Anwendungsmöglichkeiten, aber bis vor Kurzem war es zeitaufwändig und schwierig für Nichtexperten die räumlichen Koordinaten eines Ortes oder Objekts zu ermitteln, und die Möglichkeiten diese Daten zu nutzen waren begrenzt. Inzwischen können viele gängige Geräte automatisch ihre eigene genaue geografische Position ermitteln und aufnehmen und diese Daten zusammen mit erfassten Medien (wie Fotos) speichern oder sie für eine Reihe von Nutzungsmöglichkeiten an webbasierte Anwendungen übermitteln. Das volle Potenzial von Geotagging ist erst noch dabei sich zu offenbaren, aber die Auswirkungen auf die Forschung sind jetzt schon tiefgreifend.
  • das personenbezogene Web: Ausgehend von dem Wunsch, Online-Content zu reorganisieren statt nur zu rezipieren, ist das personenbezogene Web Teil eines Trends, der durch Tools angetrieben wird, die den Informationsfluss in individualisierbarer Weise aggregieren, weiter angereichert durch eine wachsende Sammlung
    von Widgets, die Online-Content verwalten. Der Begriff personenbezogenes Web soll hierbei für eine Gruppe von Technologien stehen, die eingesetzt werden, um die Art und Weise, in der das Internet rezipiert und genutzt wird, zu konfigurieren und zu strukturieren. Mit einer wachsenden Anzahl von frei verfügbaren und einfachen Tools und Anwendungen kann man ohne weiteres eine individualisierte, persönliche web-basierte Umgebung schaffen – ein personenbezogenes Web –, die ganz gezielt die eigenen sozialen, beruflichen, lernbezogenen und anderen Aktivitäten unterstützt.
  • semantische Anwendungen: Neue Anwendungen setzen die Vision eines semantischen Web in die Praxis um, ohne zusätzliche Ebenen von Tags, Identifikatoren oder andere Top-Down- Methoden zur Kontextdefinition einarbeiten zu müssen. Tools, die den Kontext, in dem Informationen angelegt sind, leicht erfassen können und diesen benutzen, um die eingebettete Bedeutung zu extrahieren, bieten umfassende neue Wege zum Finden und Aggregieren von Content. Gleichzeitig erlauben andere Tools die einfache Modifizierung, Ausgestaltung und Neudefinition von Kontexten bei der Zusammenführung von Informationsflüssen.
  • Smart Objects: Intelligente Objekte, manchmal auch als das „Internet of Things” bezeichnet, stehen für eine Reihe von Technologien, die normale Objekte in die Lage versetzen ihre eigene geografische Position zu erkennen und entsprechend zu reagieren, oder sich mit anderen Objekten oder Informationen zu verbinden. Ein Smart Object „weiß“ etwas über sich selbst – zum Beispiel wo und wie es hergestellt wurde, wofür es ist, wo es sich befinden sollte, wem es gehört –und über seine Umgebung. Während die zugrunde liegenden Technologien, die dies möglich machen – RFID, QR Codes, Smartcards, Berührungs- und Bewegungssensoren und ähnliches – nicht neu sind, sehen wir hier nun neue Formen von Sensoren, Identifikatoren und Anwendungen mit einer sehr viel stärker generalisierbaren funktionalen Ausstattung.“

Der Horizon-Report kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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