Auf der Hamburger Konferenz Campus Innovation 2009 referierte heute Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog.de) über einen Online-Kurs,  der 2008 und in diesem Jahr erneut mit mehr als 2000 Teilnehmer stattfindet. Das Thema „Connectivism und Connected Knowledge„. Der 12-wöchige Kurs wird veranstaltet von der University of Manitoba in Kanada und Teilnehmer können dort „Credits“ (Studienpunkte) für ihre Leistungen bekommen. Eine kleine Anzahl von 25 Studierenden hat diese Möglichkeit wahrgenommen, die überwältigende Mehrheit von Teilnehmern, vorwiegend aus dem angelsächsischen Raum,  war ohne Universitätsanbindung dabei.

Der Kurs wurde geleitet von George Siemens and Stephen Downes, die in der nordamerikanischen E-Learning-Szene einen ausgezeichneten Ruf geniessen. Zum Inhalt:


„Connectivism and Connective Knowledge is a twelve week course that will explore the concepts of connectivism and connective knowledge and explore their application as a framework for theories of teaching and learning. It will outline a connectivist understanding of educational systems of the future. This course will help participants make sense of the transformative impact of technology in teaching and learning over the last decade. The voices calling for reform do so from many perspectives, with some suggesting ’new learners‘ require different learning models, others suggesting reform is needed due to globalization and increased competition, and still others suggesting technology is the salvation for the shortfalls evident in the system today. While each of these views tell us about the need for change, they overlook the primary reasons why change is required.“

Robes sieht diese Form des „Open Teaching“ als Fortsetzung der  Bemühungen von Bildungseinrichtungen weltweit zu Open Educational Ressources, Open Access und Open Content, die an den deutschen Hochschulen bisher zögerlich aufgenommen werden.

Seine Frage: Open Teaching in dieser Form ist eine besonders günstige Form des Bildungsangebots. Haben  Professoren eine moralische Verpflichtung diese  auch weltweit  weniger Privilegierten anzubieten?

One thought on “Ein Online-Seminar mit über 2000 Teilnehmern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.