Fragen Online Lernen
Online-Schulungen
E-Learning wird immer beliebter

Für Unternehmen wird E-Learning in Unternehmen immer populärer. Früher nutzten nur Großunternehmen die Vorteile des Online-Lernens. Mittlerweile setzen immer mehr mittelständische oder kleine Unternehmen auf die Weiterbildung über das Netz, zum Beispiel für Produktschulungen, internationale Vertriebstrainings oder auch als effiziente Marketingmethode für den direkten Kontakt zum Kunden. Viele Firmen gehen auch dazu über, ganze Online-Akademien aufzubauen.

Hier beantworten wir Fragen zu E-Learning: Zu Definition, Vorteilen, Technologie und  Kosten genauso wie zu Erfolgskriterien, Dienstleistern und Weiterbildungsmöglichkeiten:

    1. Was ist E-Learning?
    2. Was sind die Vorteile von E-Learning?
    3. Für welche Themen eignet sich E-Learning?
    4. Welche Technik braucht man für E-Learning?
    5. Was kostet die Einführung von E-Learning?
    6. Worauf muss man bei der Einführung von E-Learning im Unternehmen achten?
    7. Was macht E-Learning erfolgreich?
    8. Wer kann bei der Einführung von E-Learning unterstützen?
    9. Wo kann man sich über E-Learning informieren und weiterbilden?
    10. Wird es in Zukunft keine Präsenzseminare mehr geben?
    11. Was ist informelles Lernen
    12. Was ist Rapid Learning?
    13. Was ist mobiles Lernen?

 


1. Was ist E-Learning?

E-Learning ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Arten des Lernens am Computer oder über das Internet. Für den Lernenden heisst das am Computer oder Laptop über eine Lernsoftware oder das Internet oder zunehmend auch auf Tablets oder Smartphones Lerninhalte vermittelt zu bekommen.

Im Trend sind aktuell Erklärvideos und Tutorials.   Erklärvideos dauern etwa 3-5 Minuten und werden eingesetzt, um Unternehmen vorzustellen, Produkte zu erklären oder schwierige Sachverhalte zu erläutern. In Tutorials geht es häufig darum Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder konkrete Tipps für praktische Dinge zu gehen, zum Beispiel die Eröffnung eines Online-Kontos, die Bedienung einer Software oder die Abwicklung eines Verkaufsvorgangs.

Online Verkaufstraining
Beispiel Webbased Training

Beliebte Formate heute sind interaktive Online-Trainings, auch Webbased Training (WBT) genannt.  In WBT sind meist größere Themenbereiche  so aufbereitet, dass man sie zeitlich flexibel alleine aneignen kann, sie umfassen meistens 15-45 Lernminuten oder mehr. WBT eignen sich besonders für immer wiederkehrende Themen oder für die Inhalte, die vielen Menschen gleichzeitig, also großen Gruppen vermittelt werden sollen, wie zum Beispiel Compliance, Sicherheitsrichtlinien, Produktschulungen, Softwaretraining oder das sogenannte Onboarding, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Für das Lernen mit Smartphone oder Tablet gibt es auch spezielle Apps, die vom Fremdsprachenlernen über technische Themen bis hin zu medizinischen Spezialprogrammen reichen.

Für den Einstieg ins E-Learning eignen sich Live-Online-Trainings, auch Webinare genannt, besonders gut. Deshalb sind sie mittlerweile gerade auch bei mittelständischen Unternehmen sehr gefragt, um Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter zu schulen. Bei den Live-Seminaren im Netz treffen sich Teilnehmer und Referenten zu einem verabredeten Zeitpunkt auf einer so genannten Webinar-Plattform.

Female hand holding a smart phone during a Skype video
Beispiel Webinar

Ähnlich wie bei einer Telefon- oder Videokonferenz kann der Referent über Webcam bzw. Headset sprechen und von den Teilnehmer gesehen werden. Diese Webinar-Plattformen werden häufig auch Virtuelle Klassenzimmer genannt. Webinare sind deshalb besonders gefragt, weil sie den traditionellen Seminaren sehr nahe kommen. Gleichzeitig ist der Vorbereitungsaufwand überschaubar und die Kosten für eine Live-Plattform liegen häufig bei unter 1000 EUR im Jahr.

Auch das traditionelle Fernstudium wird schon lange nicht mehr per Brief und Übersendung von Unterrichtsmaterial gesteuert. In Online-Lehr- oder Studiengängen bekommen die Lerner ihre Materialien als pdf zum Herunterladen und reichen ihre Hausaufgaben über eine Online-Plattform an den Dozenten ein.

Unter den Fernlehrgängen haben sich mittlerweile MOOCs etabliert.MOOC steht für Massive Open Online Course. Elite-Universitäten in den USA  wie Harvard und Stanford sind mit diesen offenen Online-Kurse gestartet, an denen jeder Interessierte in der ganzen Welt teilnehmen kann.  Der bisher größte MOOC des deutschen Professors Sebastian Thrun hat vor einigen Jahren mit einem  Seminar zum Thema künstliche Intelligenz 160 000 Studenten weltweit übers Internet erreicht.

Während die ersten MOOCs kostenlos waren, gibt es immer mehr Anbieter am Markt, die für die Kursteilnahme, die Betreuung durch Tutoren oder für ein Zertifikat Kursgebühren verlangen: EdX, Coursera, Udacity.

 

 


2. Was sind die Vorteile von E-Learning?

Die Vorteile von Online-Schulungen für Unternehmen liegen auf der Hand. Bei Seminaren im Netz entfallen Reise- und Hotelkosten, die Mitarbeiter sind nicht lange vom Arbeitsplatz abwesend. Die aufwändige Organisation und Koordination des Seminarbetriebs entfällt und deshalb können Fort- und Weiterbildungen flexibler  angesetzt werden. Das heißt zum Beispiel: Der Vertrieb in einer Firma ist schneller informiert und kann dadurch besser reagieren. Immer mehr Unternehmen, gerade auch aus dem Mittelstand, arbeiten international und müssen ihre Trainings häufig auch mehrsprachig anbieten, so dass Lernen über das Internet auch hier eine gute Alternative ist.


 3. Für welche Themen eignet sich E-Learning?

Ganz grob lässt sich sagen, dass E-Learning  sich zunächst einmal gut für Fach-Themen eignet, bei denen Wissen vermittelt werden soll. Allerdings sollte man dann darauf achten, dass der Lernende nicht mit Informationen überschüttet wird, sondern diese mit interaktiven Methoden vermittelt werden.

Für das Training von Soft Skills, also z.B. Verkaufstrainings oder Rhetorik empfiehlt sich E-Learning bei entsprechender Auswahl. besonderes effektiv ist E-Learning in Kombination mit Präsenzseminaren (Blended Learning), zum Beispiel für die Vor- und Nachbereitung.  Bei guter Methodik und Didaktik lassen sich jedoch fast alle Themen und Lerninhalte umsetzen.

 


4. Welche Technik braucht man für E-Learning?

Technologie im E-Learning kommt beim Online-Lernen an drei verschiedenen Stellen ins Spiel:

  • beim Lerner
  • bei der Erstellung von Inhalten
  • beim Kursmanagement

Beim Lerner reicht meist ein Computer, Laptop oder mobiles Endgerät (z.B. Android, iphone oder iPad), um Lernen zu können. Die Inhalte werden über das Internet bereit gestellt und mit einem Link aufgerufen. Für den Lernenden unterscheidet sich das Angebot häufig nicht von einer herkömmlichen Webseite. Auch für die Teilnahme an Live-Online Training reicht meist ein Computer; die Einladung zu einem Webinar wird per E-Mail geschickt, mit einem Klick ist man im Seminarraum.

Lernportal
Beispiel Lernmanagementsystem

Für die Erstellung von Inhalten gibt es eine Vielzahl von Werkzeugen. Die Palette reicht von Schnittprogrammen für die Erstellung von Videos bis hin zu spezialisierten Autorentools wie zum Beispiel das in der Branche beliebte Articulate Storyline. Da die Bedienung dieser Softwareprogramme häufig speziellere Kenntnisse erfordert, vergeben Unternehmen die Erstellung von Inhalten häufig an Dienstleister wie z.B. E-Learning-Agenturen.

Einzelne E-Learning-Inhalte lassen sich meist einfach auf der Unternehmenshomepage oder im Intranet integrieren. Wenn es aber um viele Kurse und eine komplexere Zuordnung gehen soll, kommt eine Lernplattform zum Einsatz. So lässt sich zum Beispiel sicherstellen, dass neue Mitarbeiter zunächst ein Einstiegstraining erfolgreich durchlaufen,  bevor sie zum Fortgeschrittenenkurs geleitet werden.

Lernplattformen, auch Lernmanagementsystem genannt, haben die Aufgabe von Teilnehmer- und Kursverwaltung. Eine wichtige Funktion ist, durch eine Rechteverwaltung sensible Produkt- oder Unternehmensinformationen vor Unbefugten abzuschirmen. Viele Lernplattformen bieten die Möglichkeit, direkt Inhalte zu erstellen und z.B. Videos, pdfs bereitzustellen oder Quiz anzulegen. In der Regel lassen sich auch Statistiken über Teilnahme und Lernerfolg abrufen.

Lernerfolgskontrollen erstellen
Quizerstellung

Der Markt teilt sich in kommerzielle Anbieter und Open-Source-Software bzw. Lösungen auf Open-Source Basis. Eine der bekanntesten und ältesten ist Moodle, das weltweit in tausenden von Unternehmen und Hochschulen eingesetzt wird. Im deutschsprachigen Raum sind Ilias und Open OLAT verbreitet. Moderne Lösungen arbeiten auf der Basis von typo3 und Drupal, um höheren Ansprüchen an Design oder Community zu entsprechen. Neben der klassischen Installation auf einem Server im Unternehmen werden zunehmend Mietlösungen (Software as as Service) angeboten. Diese Mietlösungen entlasten die IT-Abteilungen. Zunehmend zeigt sich  der Trend, Lernplattformen an Talent Management oder Kompetenzmanagement in der Personalentwicklung anzubinden.

 


5. Was kostet die Einführung von E-Learning?

Wie bei anderen Vorhaben unterscheidet man bei der Einführung von E-Learning zwar auch zwischen einmaligen und wiederkehrenden Kosten. Da sich mittlerweile Inhalte und auch Technologie jedoch schnell wandeln und eine Anpassung erfordern, lässt sich diese Unterscheidung nicht immer ganz sauber treffen.  Die wichtigsten Kostenfaktoren im Überblick:

  • Konzeption und Planung
  • Content
  • Bereitstellung
  • Administration
  • Pflege und Wartung
  • Marketing

Beim Aufbau eines Internet-Lernangebots oder einer Online-Akademie gilt es zunächst, ein genaues Bild von den Unternehmenszielen und dem damit verbundenen Lernbedarf zu ermitteln. Darin knüpft sich die konkrete Planung von Lernzielen, Inhalten und tatsächlicher Umsetzung an.

Der so genannte Content, also die aufbereiteten Lerninhalte (siehe Frage 1) müssen im Unternehmen oder von beauftragten Spezialisten erstellt werden. Die Entwicklung von Content wie Webbased Training  oder Videos passiert in mehreren Produktionsschritten, die Kosten hängen stark von der gewünschten Qualität bzw. Multimedialität ab.

Die Bereitstellung der Inhalt erfolgt dann im Internet, im Intranet oder auf einer speziellen Lernplattform. Dafür entfallen Kosten für die Installation, Einrichtung oder Miete des Lernmanagementsystems an. Lernapps können auch über den Apple-Store oder Google-Play-Store veröffentlicht werden.

Vor allem bei einer Lernplattform braucht es ein Budget für Administration, denn die Zuordnung von Kursen und Teilnehmern geschieht meist nicht automatisch, häufig müssen auch noch Autoren, Trainer oder Referenten zum richtigen Kurs gebracht werden oder Vorgesetzte Einblick in den Lernerfolg ihrer Mitarbeiter bekommen.

Pflege und Wartung beziehen sich sowohl auf Lerninhalte als auch die Technologie. Auch der schönste Kurs braucht irgendwann eine Überarbeitung, zum Beispiel weil sich Rechtsvorschriften ändern, neue Produktfeatures vorhanden sind oder die Optik veraltet ist.

Was in vielen Unternehmen unterschätzt wird: Für das Lernen im Internet muss man meist erstmal die Trommel rühren. Die Einführung sollte mit entsprechendem Marketing begleitet werden.

Alle diese Faktoren zusammen addieren sich zur sogenannten Total Cost of Ownership (TCO). Insgesamt ist es wichtig, für die Kalkulation des Return on Investment alle genannten Faktoren im Blick zu haben und dabei vor allem entstehende Personalkosten nicht zu unterschätzen.

 


6. Worauf muss man bei der Einführung von E-Learning im Unternehmen achten?

Beim Einstieg ins E-Learning sollte man einige Dinge beachten:

Manche Lernplattform entsteht am grünen Tisch. Ohne je den Bedarf der Zielgruppe zu erheben oder wenigstens die zukünftigen Lerner einmal zu befragen, entstehen häufig aufwändige Angebote, die aber am Bedarf der Mitarbeiter vorbeigehen. Hier empfiehlt sich ein Augenmerk auf die Analyse des Bedarfs der Zielgruppe.

Flussdiagramm
Übersichtliche Informationsaufbereitung

„Viel hilft viel“ – was schon bei Arznei nicht stimmt, ist beim E-Learning genauso. Manches Webbased Training sieht aus wie ein großer Infomülleimer, den man über dem Mitarbeiter auskippt. Das macht dem Mitarbeiter keinen Spass und führt auch nicht zum gewünschten Lernerfolg, sondern wahrscheinlich eher zu Ablehnung von virtuellen Lernangeboten überhaupt. Hier hilft gute didaktische Beratung.

Die Mitbestimmung des Betriebsrates kann beim E-Learning gegeben sein, hier empfiehlt sich schon in der Konzeption eine Rücksprache.

In den meisten Unternehmen startet die Einführung von digitalem Lernen als Projekt, weil es um die Lernplattform und die Content-Erstellung geht. Man sollte jedoch den Aufbau eines Online-Angebots eher als Prozess begreifen, da man Erfahrungen sammeln muss. Evaluation auch in den Bereichen Administration oder Pflege und Wartung ist deshalb ein wichtiger Baustein eines erfolgreichen Einsatzes von Internet-Schulungen. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, regelmäßig die Nutzer um ihre Meinung und Verbesserungsvorschläge zu bitten.


7. Was macht E-Learning erfolgreich?

Beim Erfolg von E-Learning spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Verbindung von Lern- und Unternehmenszielen
  • Gute Aufbereitung
  • Einfacher Zugang
  • Aktuelle Inhalte

Die Inhalte des Lernangebots müssen sich an den Unternehmenszielen orientieren. Die Mitarbeiter eines Unternehmens wollen nicht mit Infos zugeschüttet werden, sondern lernen, um ihren Job gut zu machen. Das ist sicherlich das wichtigste Kriterium für den Erfolg. Deshalb sollten sich die Lerninhalte an konkreten Tätigkeiten und Anforderungen orientieren. Eine gute Optik in Verbindung mit einer motivierenden Aufbereitung kann ebenfalls über „Top oder Flop“ entscheiden. Wenn die Inhalte schwer zu erreichen sind oder die Technik nicht reibungslos funktioniert, ist dies auch ein Grund für Missfallen. Und nicht zuletzt ist die Aktualität ein wichtiger Faktor, denn in manchem ambitionierten Vorhaben hat man unterschätzt, dass die Lerner öfter mal etwas Neues sehen möchten bzw. die vorhandenen Inhalte auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Mehr zu Erfolgsfaktoren


8. Wer kann bei der Einführung von E-Learning beraten?

Plakette für E-Learning Auszeichnung
eLearning AWARD 2015

Mittlerweile gibt es eine Reihe von speziellen Agenturen und technischen Dienstleistern, die bei der Einführung von E-Learning beraten. Hier sollte man darauf achten, dass neben technischer Expertise auch ausreichendes didaktisches Know-how vorhanden ist, um die Bedürfnisse der Zielgruppe gut abzudecken. Auszeichnungen wie der eLearning Award sind eine gute Hilfestellung, um qualitätsorientierte Anbieter zu finden.


9.Wo kann man sich über E-Learning informieren und weiterbilden?

Learntec – Fachmesse und Konferenz

Messetrends
Google Glass auf der Learntec

Der wichtigste Branchentreffpunkt ist die Learntec, die alljährlich eine Fachmesse und Konferenz zum „Lernen mit IT“ anbietet. Die Aussteller und Gäste der E-Learning-Veranstaltung kommen vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Online Educa Berlin

Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern zieht die OnlineEduca an. Die Konferenz mit angehängter Messe versteht sich als Trendsetter und Pulsmesser für technologiegestütztes Lernen. Die Veranstaltung ist interessant für alle, die sich für neue Trends im Online-Lernen in England, Skandinavien, Australien oder den USA interessiert und sich über Inputs aus dem Hochschulbereich, internationalen  Unternehmen oder der Entwicklungszusammenarbeit freut.

E-Learning Summit Tour

Die Zeitschrift elearning-Journal bietet seit einigen Jahren die E-Learning Summit Tour mit verschiedenen Stopps an, vorwiegend im Westen der Bundesrepublik. Die Veranstaltungen richten sich an eLearning-Professionals und kombiniert Vorträge und Diskussionsrunden zum Beispiel zu Lerntechnologien mit Praxis- und Erfahrungsberichten aus Unternehmen.

MMB-Institut

Das MMB-Institut aus Essen veröffentlicht regelmäßig einen Trendmonitor, der die Ergebnisse von Befragungen von Weiterbildungsexperten zum digitalen Lernen der nächsten Jahre zusammenfasst. In einem Branchenmonitor erhebt das Institut die wirtschaftliche Entwicklung von E-Learning-Dienstleistern in Deutschland.

Berufsverband Online-Bildung

Der kleine, feine Berufsverband Online-Bildung BVOB bietet Unternehmen Zugang zu einem Netzwerk von Experten für Teletutoring, Webinare und Online-Trainings. In regelmäßigen Abständen lädt der BVOB zu öffentlichen Online-Diskussionen mit Fachexperten ein.

Hochschulen

Qualifizierungen für neue Lerntechnologie zur  Planung, Konzeption und Durchführung von eLearning-/Blended Learning-Veranstaltungen bieten zum Beispiel die Universität Frankfurt und die Teleakademie der Hochschule Furtwangen an. Ein richtiges Master-Studium „Educational Media“ kann man an der Universität Duisburg oder berufsbegleitend an der Universität Rostock absolvieren.

Akademie für Digitale Bildung

Die Akademie für Digitale Bildung bietet maßgeschneiderte Kurse für Unternehmen und Einzelpersonen als Inhouse-Veranstaltung oder als Webinar an. Die Themen reichen von Einführungen ins E-Learning bis hin zu den Herausforderungen der Digitalisierung.


10. Wird es in Zukunft keine Präsenzseminare mehr geben?

Das Radio hat das Fernsehen nicht komplett ersetzt und das Internet nicht das Fernsehen abgelöst. Jedes Medium hat seinen Platz gefunden Es sind eher neue Formen wie z.B. Podcast oder Streaming Services entstanden. Und das gute alte Buch gibt es auch immer noch.

In Zukunft werden Präsenzseminare stärker zusammen mit Web-Lernen kombiniert  und das so genannte Blended Learning in vielen Unternehmen zur Selbstverständlichkeit. Und Präsenzseminare werden besser, wenn sie nicht mehr nur für Wissensvermittlung, Stichwort Folienschlacht, genutzt werden, sondern für den intensiven Austausch zwischen den Teilnehmern.

11. Sind Webinare oder Online-Kurse im Netz öffentlich?

Jeder Veranstalter entscheidet selbst, wer an einem Live-Online-Seminar teilnimmt. Auf jeder Webinarplattform, in jedem virtuellen Klassenzimmer und auch auf Lernmanagement-Systemen kann man detailliert festlegen, wer teilnehmen darf oder einen Online-Kurs absolvieren darf.

12. Was ist Informelles Lernen?

Viele Berufe sind wissensintensiv. Um Aufgaben zu erledigen und Projekte zu gestalten, muss unternehmensintern -oder extern Wissen gesammelt, verarbeitet und weiter vermittelt werden. Dadurch löst sich die klassische Trennung von Arbeit und Weiterbildung zunehmend auf, Lernen und Arbeiten verschmelzen.
Die Entwicklung des Internet zum Web 2.0 ist damit eng verwoben: Das Web 2.0 hat eine Vielzahl von Online-Tools wie Blogs, Wiki, Twitter, Facebook usw. hervorgebracht, die es jedem ermöglichen, leicht und kostengünstig im Internet zu veröffentlichen. So können zu jedem Thema neue Wissensquellen weltweit angezapft, aber auch kommentiert werden. Das Gelernte lässt sich in einem Blog oder Wiki unternehmensintern aufbereiten und weitervermitteln. Das Lernen vollzieht sich nicht mehr zwischen Lehrer und „Schüler“, sondern ist Ergebnis einer Gruppenanstrengung. Deshalb wird dieser Trend auch informelles, soziales oder Community-Lernen genannt. Dem viel diskutierten 70-20-10 Modell zufolge macht formelles Lernen nur 10 Prozent des Lernens am Arbeitsplatz aus, während 70 Prozent informell erfolgen.
Weiterbildungsblog, wie z.B. dieser Artikel zu 8 Gründen für informelles Lernen.

13. Was ist Rapid Learning?

Ein didaktisch durchstrukturiertes, multimedial aufbereitetes E-Learning-Angebot zu entwickeln kann aufwändig sein, weil Konzept sowie inhaltliche, technische und grafische Umsetzung abgestimmt sein müssen. Deshalb gehen viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen einen anderen Weg. Statt auf komplette Online-Pakete setzen sie auf einfacher zu produzierende Lerneinheiten wie Podcasts (Audio), vertonte Power-Point-Folien oder kurze Videos. Dieser Trend heisst Rapid Learning, weil die Produktion des Lernmaterials beschleunigt wird. Diese „kleineren“Lerneinheiten werden häufig in Formen informellen Lernens eingebunden. Gute Tipps zur Produktion finden sich im Rapid E-Learning-Blog.

Was ist Mobile Learning?

Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ergänzen im privaten und beruflichen Alltag den Schreibtischcomputer. Sie eignen sich für viele Lernformen wie z.B. Vokabellernen. Dazu gibt es etwa für das iPhone und andere Smartphone schon eine Vielzahl von „Apps“ wie z.B.  die Sprachangebote von Mobilinga. Auch das Lernen mit selbst erstellten Karteikarten auf dem Handy ist beliebt. Mobiles Lernen ist auch zunehmend mit Lernmanagement-Systemen möglich.
Dem Mobilen Lernen entspricht der Trend zu Lernnuggets, Erklärvideos und zu Video-Tutorials, das heisst zu kurzen Lerneinheiten, die nur wenige Minuten dauern.

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