In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden: Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu? Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Welche neuen Trends gibt es im E-Learning?
Die neuen Trends im E-Learning sind aus veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt und technischen Neuerungen entstanden.

Informelles Lernen
Viele Berufe sind wissensintensiv. Um Aufgaben zu erledigen und Projekte zu gestalten, muss unternehmensintern -oder extern Wissen gesammelt, verarbeitet und weiter vermittelt werden. Dadurch löst sich die klassische Trennung von Arbeit und Weiterbildung zunehmend auf, Lernen und Arbeiten verschmelzen.
Die Entwicklung des Internet zum Web 2.0 ist damit eng verwoben: Das Web 2.0 hat eine Vielzahl von Online-Tools wie Blogs, Wiki, Twitter, Facebook usw. hervorgebracht, die es jedem ermöglichen, leicht und kostengünstig im Internet zu veröffentlichen. So können zu jedem Thema neue Wissensquellen weltweit angezapft, aber auch kommentiert werden. Das Gelernte lässt sich in einem Blog oder Wiki unternehmensintern aufbereiten und weitervermitteln. Das Lernen vollzieht sich nicht mehr zwischen Lehrer und „Schüler“, sondern ist Ergebnis einer Gruppenanstrengung. Deshalb wird dieser Trend auch informelles, soziales oder Community-Lernen genannt. Es löst die herkömmlichen Seminarangebote nicht ab, sondern ergänzt sie. Einen guten Überblick über aktuelle Trends bietet das Weiterbildungsblog, wie z.B. dieser Artikel zu 8 Gründen für informelles Lernen.

Rapid Learning
Ein didaktisch durchstruktiertes, multimedial aufbereitetes E-Learning-Angebot zu entwickeln kann aufwändig sein, weil Konzept sowie inhaltliche, technische und grafische Umsetzung abgestimmt sein müssen. Deshalb gehen viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen einen anderen Weg. Statt auf komplette Online-Pakete setzen sie auf einfacher zu produzierende Lerneinheiten wie Podcasts (Audio), vertonte Power-Point-Folien oder kurze Videos. Dieser Trend heisst Rapid Learning, weil die Produktion des Lernmaterials beschleunigt wird. Diese „kleineren“Lerneinheiten werden häufig in Formen informellen Lernens eingebunden. Gute Tipps zur Produktion finden sich im Rapid E-Learning-Blog.

Mobile Learning
Neue mobile Geräte wie Smartphones oder das iPad ergänzen im privaten und beruflichen Alltag den Schreibtischcomputer. Die gute Bildschirmqualität macht sie auch für das E-Learning interessant. Sie eignen sich für Lernformen wie z.B. Vokabellernen. Dazu gibt es etwa für das iPhone und andere Smartphone schon eine Vielzahl von „Apps“ wie z.B.  die Sprachangebote von Mobilinga. Auch das Lernen mit selbst erstellten Karteikarten auf dem Handy ist beliebt. Bei Cobocards lassen sich eigene Karteikarten am Computer erstellen und dann auf das Smartphone übertragen. Zunehmend ergänzen Anbieter von Lernmanagement-Systemen ihre Software, um unternehmensspezifische Inhalte auf das Handy zu bringen, wie z.B. Outstart.

One thought on “E-Learning FAQ 3 – Neue Trends

  1. Sophie82! sagt:

    Hallo,
    was sich auch als interessant erweisen könnte, ist E-Learning zum Sprachenlernen, die Online Sprachschule EF Englishtown bietet Onlinekurse an und dazu ein App zum Englischlernen für unterwegs…http://www.englishtown.de/online/dp/iPad-Efekta-10.aspx
    Es lohnt sich auf jeden Fall mal auf der Homepage vorbeizuschauen! Viel Spaß!

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