Still ruht der See – wie seit 2013 dieses E-Learning-Blog. Aber nun geht es weiter. Der letzte Blog-Eintrag war 2013 zum Thema Mooc – Massive Open Online Courses. Seitdem hat sich eine Menge getan.

Was damals noch absoluter Hype war, 2012 hatte die New York Times zum Jahr des Mooc ausgerufen, hat sich mittlerweile zu einem weltweiten verbreiteten Phänomen ausgeweitet. Coursera, EdX, Openlearn und viele andere bieten phantastische Kurse aus allen Disziplinen.

Aber nicht nur an Hochschulen und Schulen in den USA kommt Schwung in die digitale Bildung, auch in Deutschland tut sich etwas. Denn die Digitalisierung erfasst alle gesellschaftlichen Bereiche.

Schneller als der Buchdruck

Nach einer Studie des Aktionsrat Bildung sind die Auswirkungen mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichbar. Stimmt. Und eigentlich hätten Vorlesungen damals schon überflüssig sein müssen. Denn sie stammen ja aus einer Zeit, als Bücher noch kostbare Einzelstücke waren und allein der Lehrer Zugang hatte und sie seinen Schülern (Kloster!) vorlesen musste.

Aber wie auch die das Radio, die Schallplatte und das Fernsehen nicht ausgestorben sind, haben auch Vorlesungen weiter ihren Platz. Und könnten noch mehr an Bedeutung gewinnen, wenn die Vermittlung von Standardinhalten durch digitale Medien übernommen würde.

Die Experten des Aktionsrats gehen noch weiter. Sie glauben, dass nur künstliche Intelligenz helfen können, die Informationsflut zu verarbeiten. Davon sind wir an Schulen und Hochschulen sicher noch weit entfernt. Vielmehr geht es zunächst darum, in der Lehrerausbildung digitale Medien und Plattformen stärker zu nutzen und neue pädagogisch-didaktische Ansätze zu entwickeln, die diese Technik gewinnbringend einsetzen.

E-Learning-Trends 2017

Inwieweit dabei schon  E-Learning-Trends 2017 in die digitale Bildung einfliessen werden, bleibt zu sehen. Hier einige wichtige Trends:

Kontextualisiertes Lernen  

Lernen wird stärker bedarfsorientiert. Nicht mehr Lernen auf Vorrat, sondern dann wann man es braucht. Für Unternehmen ist das nachvollziehbar. Interessant wird sein, wie Hochschulen und Schulen solche Konzepte umsetzen.

Lerner-Feedback 

Moderner Unterricht ist Austausch zwischen Lehrkräften und Lernern. Moderne E-Learning-Formate machen es möglich, auch Feedback zu Lernmedien einzuholen, mit Umfrage, Kommentaren oder der Möglichkeit, Inhalte zu ergänzen.

Learning Analytics 

Mit Lernmanagement-Systemen kann man Daten über das Verhalten von Lernern erheben. So könnte man den Lernstand erheben und dann genau passende Angebote z.B. beim Vokabellernen freischalten. Personalisierte Lerninhalte können nicht nur nach Lernfortschritt, sondern auch z.B. auf der Basi

 

Videos

Youtube hat sich zu einer der größten Lernplattformen der Welt entwickelt.  2019 soll Videos für  video will be responsible for 80 Prozent des Datenverkehrs weltweit verantwortlich sein. Auch interaktive Videos werden immer populärer. Hier einige Beispiele aus der Unterhaltungsindustrie und eine Präsentation zu interaktiven Videos im Matheunterricht.

Lernnuggets

Lernnuggets, kurze Lerneinheiten werden immer populärer, auch weil die Erstellung schneller ist. Anstelle langer Kurse wird ein Lernweg um kurze Nuggets angelegt. Auch Microlearning genannt.

 

Social Learning

In vielen Organisationen ist Lernen vor allem informelles Lernen, das Lernen durch Austausch mit Kollegen. Diese Form des Lernens wird in Zukunft auch stärker im E-Learning eine Rolle spielen. Damit lässt sich der Klassenraum stark erweitern und dem Bedarf an Knowhow im Bereich globales Lernen anpassen.

 

Content Curation

Inhalte gibt es im Internet immer mehr. Anstelle komplett neue Inhalte zu erstellen, wird die Zusammenstellung von Inhalten (Video, Blogbeiträge, Forenbeiträge, Artikel) aus dem Netz populärer.

 

Mobiles Lernen

 

Fast jeder Schüler hat heute ein Handy. In den nächsten Jahren werden Schulen sicherlich noch nicht auf mobiles Lernen umswitchen, auch weil die technischen Voraussetzungen erst gelegt werden können.

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