Archive for the ‘E-Learning’ Category

2005 erschien in den USA der erste Horizon Report. Darin sagen amerikanischen Experten Trends für die Zukunft des E-Learning voraus.
Seinerzeit gehörten zu den Trends, die innerhalb der nächsten fünf Jahre auf US-Colleges und Universitäten Wirklichkeit werden sollten:

Horizon 2005
- Klassisches Lernen wird Online-Tools erweitert
- Drahtlose Kommunikation
- Intelligente Suche
- Educational Gaming
- Soziale Netzwerke
- "Augmented Reality" (Vermischen von Information auf dem Computer und der realen Welt).

Einige der Vorhersagen haben sich für die USA, aber auch für Deutschland erfüllt. An den Hochschulen beobachten wir eine Vermischung von Präsenz- und Online-Lehre. W-Lans gehören heute zur Ausstattung mancher Bildungseinrichtung, auf jeden Fall zu jedem besseren Studenten-Cafe. Und die sozialen Netzwerke erleben auch hier, einen großen Zuspruch, auch wenn Schulen und Hochschulen erst anfangen, Facebook & Co. für ihre Lehre nutzen. Die Trends zu Spielen und "Augmented Reality" haben sich bisher weder hüben noch drüben richtig durchgesetzt. Deshalb sind sie auch im Horizon Report 2011 wieder in der Progose-Liste.

Ganz unmittelbar bevor stehen nach Ansicht der amerikanischen Technologie-Experten der Siegeszug der Elektronischen Bücher und der Mobilen Endgeräte. Ob sich diese Trends so schnell in Deutschland verbreiten werden, bleibt zu fragen: die Zurückhaltung gegenüber dem digitalen Buch ist bei den Nutzern ebenso groß wie bei den Verlagen. Und bei den chronisch knappen Hochschulen wird die iPad-Ausstattung für ihre Studierenden und Lehrenden sicher auch weiter Zukunftsmusik bleiben.

Seit einigen Jahren unterstützt das MultimediaKontor Hamburg, ein Unternehmen der Hamburger Hochschulen, dankenswerterweise die Übertragung des Reports ins Deutsche.

Der komplette Report zum Herunterladen:
Der Horizon Report 2005 (englisch)
Der Horizon-Report 2011 (deutsch)

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Infoport ist an der Entwicklung einer neuen App für das iPad beteiligt. Mit der App lernen Kinder auf einfache Weise Englisch, in diesem Fall die Namen der Tiere auf dem Bauernhof.
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Die iPad-App Dicolino ist im iTunes-Store erhältlich.

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In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden: Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu? Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Welche neuen Trends gibt es im E-Learning?
Die neuen Trends im E-Learning sind aus veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt und technischen Neuerungen entstanden.

Informelles Lernen
Viele Berufe sind wissensintensiv. Um Aufgaben zu erledigen und Projekte zu gestalten, muss unternehmensintern -oder extern Wissen gesammelt, verarbeitet und weiter vermittelt werden. Dadurch löst sich die klassische Trennung von Arbeit und Weiterbildung zunehmend auf, Lernen und Arbeiten verschmelzen.
Die Entwicklung des Internet zum Web 2.0 ist damit eng verwoben: Das Web 2.0 hat eine Vielzahl von Online-Tools wie Blogs, Wiki, Twitter, Facebook usw. hervorgebracht, die es jedem ermöglichen, leicht und kostengünstig im Internet zu veröffentlichen. So können zu jedem Thema neue Wissensquellen weltweit angezapft, aber auch kommentiert werden. Das Gelernte lässt sich in einem Blog oder Wiki unternehmensintern aufbereiten und weitervermitteln. Das Lernen vollzieht sich nicht mehr zwischen Lehrer und "Schüler", sondern ist Ergebnis einer Gruppenanstrengung. Deshalb wird dieser Trend auch informelles, soziales oder Community-Lernen genannt. Es löst die herkömmlichen Seminarangebote nicht ab, sondern ergänzt sie. Einen guten Überblick über aktuelle Trends bietet das Weiterbildungsblog, wie z.B. dieser Artikel zu 8 Gründen für informelles Lernen.

Rapid Learning
Ein didaktisch durchstruktiertes, multimedial aufbereitetes E-Learning-Angebot zu entwickeln kann aufwändig sein, weil Konzept sowie inhaltliche, technische und grafische Umsetzung abgestimmt sein müssen. Deshalb gehen viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen einen anderen Weg. Statt auf komplette Online-Pakete setzen sie auf einfacher zu produzierende Lerneinheiten wie Podcasts (Audio), vertonte Power-Point-Folien oder kurze Videos. Dieser Trend heisst Rapid Learning, weil die Produktion des Lernmaterials beschleunigt wird. Diese "kleineren"Lerneinheiten werden häufig in Formen informellen Lernens eingebunden. Gute Tipps zur Produktion finden sich im Rapid E-Learning-Blog.

Mobile Learning
Neue mobile Geräte wie Smartphones oder das iPad ergänzen im privaten und beruflichen Alltag den Schreibtischcomputer. Die gute Bildschirmqualität macht sie auch für das E-Learning interessant. Sie eignen sich für Lernformen wie z.B. Vokabellernen. Dazu gibt es etwa für das iPhone und andere Smartphone schon eine Vielzahl von "Apps" wie z.B.  die Sprachangebote von Mobilinga. Auch das Lernen mit selbst erstellten Karteikarten auf dem Handy ist beliebt. Bei Cobocards lassen sich eigene Karteikarten am Computer erstellen und dann auf das Smartphone übertragen. Zunehmend ergänzen Anbieter von Lernmanagement-Systemen ihre Software, um unternehmensspezifische Inhalte auf das Handy zu bringen, wie z.B. Outstart.

In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden: Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu? Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Wann sollte man E-Learning einsetzen?

E-Learning ist dann sinnvoll,
... wenn es zu teuer ist, alle Seminarteilnehmer an einen Ort zu holen,
... wenn die Lernenden ihre Zeit flexibel gestalten wollen,
... wenn man sehr viele Menschen zu einem speziellen Thema schulen möchte.
... wenn man der Aufwand für die Organisation von Präsenzseminaren zu hoch wird,
... wenn man eine Vor- oder Nachbereitung für Präsenzseminare anbieten möchte,
... wenn man internationale Seminare veranstaltet,
... wenn man Kunden an verschiedenen Orten kostengünstig schulen muss.
E-Learning erlaubt die flexible und ortsunabhängige Qualifizierung von Mitarbeitern und Kunden.

Mit welchem Aufwand muss man rechnen, wenn man E-Learning in seinem Unternehmen oder Organisation einsetzt?

Live-Seminar: Ein Live-Seminar/Webinar ist eine kostengünstige Variante des E-Learning. Man braucht eine Seminar-Plattform, die man auch für einzelne Veranstaltungen mieten kann. Dazu ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofon) und ggfs. eine Webcam. Die Grundausstattung kostet ca. 100-200 EUR, die Seminarplattform ist ab 25 EUR z.B. bei spreed zu haben. Als Basis für die Seminare lassen sich u.a. PowerPoint-Präsentationen nutzen, die durch interaktive Übungen ergänzt werden. In die Kalkulation sollte man unbedingt auch den administrativen Aufwand für die Teilnehmerverwaltung einrechnen. Mehr dazu hier und im Buch: Webinare für Einsteiger. Online-Seminare lebendig gestalten.

Virtuelles Klassenzimmer: Eine Lernplattform lohnt sich, sobald man häufiger Seminare veranstaltet. Lernmanagement-Systeme kann man kaufen oder über das Internet mieten (auch "SAS-Software as a Service" oder "ASP - Application Service Providing" genannt). Eine Reihe von Plattformen wie z.B. das bekannte Moodle ist "Open Source", d.h. die Systeme werden von Programmierern meist ehrenamtlich entwickelt und können kostenlos aus dem Netz gelandet werden. Dabei entfällt die Software-Lizenz. Dennoch fallen (Personal-)Kosten für Installation, Anpassung, Wartung, Backup etc. an. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Grafik, wie z.B. der Einbau des Logos oder die komplette Anpassung an eine Corporate Design. Zum Aufwand für die Erstellung von Seminarinhalten (Texte, Audio, Video, etc.) kommen die Kosten für die wiederkehrende Administration von Teilnehmern und Seminarleitern. Anbieter von Lernplattformen sind z.B.: Adobe, Bitmedia, IMC und Outstart.

Selbstlernen: Ein E-Learning-Seminar zum Selbststudium wird meist mit einem sogenannten Autorentool erstellt, das man ohne größere Programmierkenntnisse nutzen kann. Mit diesem Autorentool wird der Inhalt des Seminars nach didaktischen Gesichtspunkten aufbereitet. Hier kommen die Kosten einer Installation eines Autorentools zum Aufwand für die Inhaltsgestaltung hinzu. Natürlich ist auch eine Eigenentwicklung/Programmierung von Lerninhalten möglich, wie sie z.B. die Lernplattform für Kinder scoyo.de gewählt hat. Hier hängt der Aufwand von den Ansprüchen an die inhaltliche Aufbereitung (z.B. Figuren im Comic-Stil, Animation, Qualität der Audios) ab. Anbieter von Autorentools finden Sie u.a. hier.

In der Vergangenheit bin ich häufiger von Kunden gefragt worden:  Was ist genau E-Learning? Wann lohnt es sich E-Learning in meiner Organisation einzusetzen? Welcher Aufwand kommt auf uns zu?  Die Antworten hier als E-Learning FAQ in drei Teilen:

Was versteht man genau unter E-Learning?

Unter E-Learning versteht man verschiedene Formen des Lehrens und Lernens, die alle das Internet oder neue Medien nutzen. Der größte Unterschied zwischen den verschiedenen E-Learning-Formen besteht darin, wie der Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden stattfindet. Dazu drei Beispiele:

Das Live-Seminar: Referent und Seminarteilnehmer treffen sich zu einem verabredeten Zeitpunkt im Internet. Auf der Online-Plattform sieht die Gruppe den Referenten über Video, während die anderen Teilnehmer über Audio zu hören sind.  Der Referent unterstützt seinen Vortrag mit einer Power-Point-Präsentation. Mit Übungen, Aufgaben und Fragen an die Teilnehmer entsteht ein Unterrichtsgespräch in der Gruppe. Diese Form wird auch E-Seminar, Online-Seminar oder Webinar genannt. Mehr...

Das virtuelle Klassenzimmer: Im virtuellen Klassenzimmer können Lehrer und Lernende zu verschiedenen Zeiten arbeiten. Der Referent/Lehrer hat den Stoff in verschiedenen Unterrichtseinheiten mit Übungen, Quiz, Aufgaben usw.  aufbereitet. Die Schüler bearbeiten das Material im eigenen Tempo und erhalten Feedback vom Referenten. Der Austausch mit dem Referenten und in der Gruppe erfolgt per E-Mail oder über ein Forum.

Das Selbstlernen: Bei dieser Form, häufig auch als klassisches E-Learning bezeichnet, tritt der Lehrer nicht persönlich in Erscheinung. Das Material wird so aufbereitet, dass sich der Lernende die Inhalte ohne weitere Unterstützung oder Kontakt zu einer Gruppe aneignen kann. Früher wurden die Inhalte häufig direkt auf dem Computer (Computer-based Training) oder einer CD gespeichert, heute sind sie in der Regel über das Internet abrufbar (Web-based Training).
Natürlich gibt es auch  Kombinationen aus den drei Formen. Häufig wird auch nur zwischen Virtuellem Klassenzimmer mit gleichzeitigem (synchronen) und asynchronem (zu verschiedenen Zeiten) Lernen sowie Selbststudium unterschieden.

Sind die Seminare dann im Netz öffentlich?
Jeder Veranstalter entscheidet selbst, wer an einem Seminar teilnimmt oder wer das virtuelle Klassenzimmer betreten darf. Die Seminarteilnehmer bleiben unter sich, die besprochenen Inhalte sind vor neugierigen Augen geschützt.  Natürlich ist es auch möglich, öffentliche Veranstaltungen abzuhalten.

Seit August hat Infoport nun seine Zelte in Berlin aufgeschlagen. Wir sitzen  in Berlin-Charlottenburg in der Nähe des Savignyplatzes, der einen mit vielen schönen Cafés, Restaurants und Geschäften eher zum Entspannen als zum Arbeiten einlädt. In Berlin - mit der Nähe zu Politik, Verbänden und Organisationen - wollen wir unsere thematischen Schwerpunkte 'Bildung, Gesundheit und Diversity' weiter ausbauen. Derzeit arbeiten wir an verschiedenen Projekten u.a.  einem E-Learning-Angebot im Bereich interkulturelles Lernen, einer iPad-App zum Englischlernen für Kinder  und einem Seminar für Trainer, die Webinare einsetzen möchten.

Wir freuen uns auf viele neue Kontakte hier in Berlin!

Claudia Musekamp, Infoport, Tel. 030-3759-1892

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Auf der Hamburger Konferenz Campus Innovation 2009 referierte heute Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog.de) über einen Online-Kurs,  der 2008 und in diesem Jahr erneut mit mehr als 2000 Teilnehmer stattfindet. Das Thema "Connectivism und Connected Knowledge". Der 12-wöchige Kurs wird veranstaltet von der University of Manitoba in Kanada und Teilnehmer können dort "Credits" (Studienpunkte) für ihre Leistungen bekommen. Eine kleine Anzahl von 25 Studierenden hat diese Möglichkeit wahrgenommen, die überwältigende Mehrheit von Teilnehmern, vorwiegend aus dem angelsächsischen Raum,  war ohne Universitätsanbindung dabei.

Der Kurs wurde geleitet von George Siemens and Stephen Downes, die in der nordamerikanischen E-Learning-Szene einen ausgezeichneten Ruf geniessen. Zum Inhalt:


"Connectivism and Connective Knowledge is a twelve week course that will explore the concepts of connectivism and connective knowledge and explore their application as a framework for theories of teaching and learning. It will outline a connectivist understanding of educational systems of the future. This course will help participants make sense of the transformative impact of technology in teaching and learning over the last decade. The voices calling for reform do so from many perspectives, with some suggesting 'new learners' require different learning models, others suggesting reform is needed due to globalization and increased competition, and still others suggesting technology is the salvation for the shortfalls evident in the system today. While each of these views tell us about the need for change, they overlook the primary reasons why change is required."

Robes sieht diese Form des "Open Teaching" als Fortsetzung der  Bemühungen von Bildungseinrichtungen weltweit zu Open Educational Ressources, Open Access und Open Content, die an den deutschen Hochschulen bisher zögerlich aufgenommen werden.

Seine Frage: Open Teaching in dieser Form ist eine besonders günstige Form des Bildungsangebots. Haben  Professoren eine moralische Verpflichtung diese  auch weltweit  weniger Privilegierten anzubieten?

Interessantes Interview mit Prof. Karl Kapp, Bloomsberg University,  zu mobilem Lernen, modernen Lerndesigns und informellem Lernen bei The E-Learning Coach.

Bücher von Karl Kapp:

  1. Gadgets, Games and Gizmos for Learning:Tools and Techniques for Transferring Know-How from Boomers to Gamers
  2. Learning in 3D: Adding a New Dimension to Enterprise Learning and Collaboration

Hier noch einige Kapp-Tipps: Avoiding Death by PowerPoint:

Diese Woche: Die Konferenz Campus Innovation 2009 in Hamburg u.a. zu E-Portfolio in Schule und Hohschule http://www.campus-innovation.de

2010: Übersicht über alle E-Learning-Konferenzen 2010 - national und international http://ow.ly/Ewsh


iStock_000003030968XSmallDie bei der Online-Konferenz Learntrends 2009 gehaltenen Vorträge stehen jetzt als Mitschnitte bereit. Im Mittelpunkt stand die Zukunft der betrieblichen Weiterbildung.

Hier die wichtigsten Thesen:

  • Die strikte Trennung zwischen Lernen und Arbeiten wird immer mehr aufgehoben. Lernen und Arbeiten  bilden in Zukunft eine Einheit. Der "Arbeiter" des 21. Jahrhunderts ist ein "Konzeptarbeiter".
  • Klassisches E-Learning, das die traditionellen Lehrer-Schüler-Rollen eines Klassenzimmers auf die Online-Welt überträgt, verliert an Bedeutung.
  • Der Schwerpunkt verschiebt sich von Lernen (Stichwörter:  Formell, Wissen, Content, Themen) zu Arbeiten/Tun (Stichwörter: Informell, Kontext, Aufgaben, Leistung ("Performance)).
  • An Bedeutung gewinnen Lernformen wie "Social Learning", das den Austausch von Erfahrungen mit anderen begünstigt. Lernen  am Arbeitsplatz zur direkten Unterstützung der Arbeitsleistung.Lernarrangements, in denen alltägliche Entscheidungen und Prozesse durchgespielt werden können ("LiveLabs").
  • Ebenfalls wichtiger: Mobiles Lernen durch Smartphones (Das "Schweizer Taschenmesser" der Wissensgesellschaft), die heute die Funktionen von Computer, Audio- und Videorecorder, Scanner, Kamera, E-Book-Reader, Internetzugang vereinen.

Interessante Seite zu mobilem Lernen an Praxisbeispielen: MLearnopedia.